Der frühere Nationalspieler Norbert Meier ist neuer Trainer beim Fußball-Regionalligisten Dynamo Dresden und will den Klub unverzüglich zurück in das Bundesliga-Geschäft führen.

Meier will mit Dresden ins Bundesliga-Geschäft

10. September 2006, 13:33 Uhr

Der frühere Nationalspieler Norbert Meier ist neuer Trainer beim Fußball-Regionalligisten Dynamo Dresden und will den Klub unverzüglich zurück in das Bundesliga-Geschäft führen.

Der frühere Nationalspieler Norbert Meier ist neuer Trainer beim Fußball-Regionalligisten Dynamo Dresden und will den Klub unverzüglich zurück in das Bundesliga-Geschäft führen. Der 47-Jährige, der als Trainer des MSV Duisburg im Vorjahr wegen der Kopfstoß-Affäre gegen Albert Streit (damals 1. FC Köln) gefeuert worden war, wurde am Sonntag offiziell vom Verein als neuer Mann auf der Bank des Zweitliga-Absteigers vorgestellt. Meier unterschrieb beim achtmaligen DDR-Meister einen Zweijahresvertrag ohne Ausstiegsklausel.

`Ich will die erfolgreiche Arbeit von Peter Pacult fortsetzen. Wir wollen wieder nach oben, solch ein Ziel ist für einen Traditionsverein wie Dynamo Dresden Pflicht´, sagte Meier. Co-Trainer soll wieder der Ex-Zweitligaprofi Tom Stohn sein, der beim 2:3 in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen Hannover 96 am Samstag als Interimscoach fungiert hatte. Nach dem überraschenden Abgang des Österreichers Pacult zu Rapid Wien am vergangenen Montag hatte Dynamo-Geschäftsführer Volkmar Köster mit mehreren Trainern verhandelt. Unter anderem gehörten Eduard Geyer, Jos Luhukay und Holger Fach zum Kreis der Kandidaten. `Bei Meier kommt Feuer rüber, das habe ich im ersten Gespräch gemerkt´, sagte Köster: `Und die Frage nach dem Geld war das letzte Thema, was wir behandelt haben.´

Für Meier ist der Job in Dresden nach dem Kopfstoß-Vorfall ein `Neuanfang´. Für ihn sei das jetzt vergessen. Er habe einmal einen Fehler gemacht und sich dazu bekannt. `Ich bin doch wohl nicht so eine große Bratwurst, dass ich nur darauf reduziert werde - ich habe doch auch andere Dinge erlebt´, so Meier. Humor bewies der ehemalige Bundesliga-Profi von Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach auch, als er bei der Pressekonferenz am Sonntag nach seinem Wunschspieler gefragt wurde. `Van Nistelrooy´, lautete seine Antwort. Bei Dynamo muss er zunächst mit dem aktuellen Kader auskommen. Erst in der Winterpause werde laut Köster `im Bedarfsfall´ vielleicht noch eine Verstärkung verpflichtet.

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