Es bleibt spannend in Essen. Trainer Uwe Neuhaus forderte von seiner Truppe drei Siege aus drei Partien.

RWE: "Stabilisiert" und "verbessert" gegen Ballerteam

cb
18. November 2005, 10:12 Uhr

Es bleibt spannend in Essen. Trainer Uwe Neuhaus forderte von seiner Truppe drei Siege aus drei Partien.

Es bleibt spannend in Essen. Trainer Uwe Neuhaus forderte von seiner Truppe drei Siege aus drei Partien. Der erste wurde gegen den HSV II eingefahren, am Sonntag (14 Uhr) soll in Bremen der zweite Dreier in Serie folgen, denn der Coach betont: "Wir wollen näher an die Spitze heran. Bei einem Sieg ist das sicher, egal, wie die Konkurrenz spielt."
In der Tat, Lübeck trifft auf Kiel, ein Team des Führungsduos muss Punkte lassen. "Wir befinden uns in der Rolle des Zuschauers, bevor wir dran sind", definiert der Ex-Profi, "unser klares Ziel sind dann die drei Zähler in Bremen." Die auch einzig und allein helfen können, um das brodelnde und teilweise am Trainerstuhl sägende Umfeld wieder auf Normaltemperatur zu bringen. Bekanntlich musste sich Neuhaus trotz des Erfolgs gegen die Hanseaten am letzten Freitag vehemente Verbalattacken gefallen lassen. Mit einigen Tagen Bedenkzeit berichtet der ehemalige Dortmunder: "Ich denke, durch diese Ereignisse sind wir als Team noch näher zusammen gerückt. Zudem haben mir die letzten Trainingstage gefallen, ich habe viel Siegermentalität ausgemacht."
Der Zusatz: "Die Jungs zeigen, sie haben begriffen, in welcher Situation wir uns befinden. Wir müssen uns um unsere Leistung kümmern, die noch stabilisiert und verbessert werden muss." Schließlich wartet mit der Bremer Zweitvertretung das Baller-Team der letzten Wochen: "Die haben gegen Osnabrück und Wattenscheid überragend gespielt", erinnert sich Neuhaus an die beiden Kantersiege, "das spricht für sich, Werder wird mit einer breiten Brust auflaufen. Allerdings gab es dort vorher auch Probleme. Typisch für die Amateurteams. Es gibt Phasen, da sind sie kaum zu schlagen, die spielerische Qualität ist immer vorhanden. Wir werden sie zu keinem Zeitpunkt unterschätzen."
Was auch völlig Fehl am Platze wäre, zeigte sich die RWE-Elf auswärts auch nicht immer extrem sattelfest. Besonders nach einem Gegentreffer wackelte das Gesamtgebilde bedenklich, zuletzt am Freitag eindrucksvoll untermauert: "Auch da sind wir auf einem guten Weg", zeigt sich der Linienverantwortliche optimistisch, "das ist alles eine Frage des Selbstvertrauens. Ich habe mir am Dienstag das Match gegen den HSV nochmals angesehen, danach viele Einzelgespräche geführt und Trainingsformen gewählt, die dazu führten, sich aus diesen Situationen zu lösen."
Nico Schäfer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, ergänzt: "Wir wollen in Bremen eine Mannschaft sehen, die als Einheit auftritt, den nötigen Einsatz zeigt. Gegen Hamburg war das lange Zeit schon so, wie wir uns das vorstellen." Einer, der bei den Hansestädtern nicht auflaufen wird, ist nach seiner fünften Gelben Karte Michael Lorenz. Neuhaus hat verschiedene Ideen, die Position im defensiven Mittelfeld neu zu besetzen: "Baris Oezbek ist auf der Position groß geworden, er ist fit, könnte dort spielen. Auch ein Victor Hugo Lorenzon kann vorgezogen werden. Thorsten Horz ist noch kein Thema nach seiner Pause. Zudem müssen wir abwarten, ob Ali Bilgin am Sonntag wieder bei 100 Prozent angekommen ist."

Autor: cb

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