Das Rätseln geht weiter. Wer wird die Fortuna beim Trainingsauftakt am 7. Januar über den Rasen scheuchen? Geht es nach Fans und Spielern, ist die Antwort glasklar. Der Tenor: Der bisherige Interims-Coach Uwe Weidemann soll bleiben.

DÜSSELDORF- Auch Bürk plädiert für Weidemann

17. Dezember 2004, 10:16 Uhr

Das Rätseln geht weiter. Wer wird die Fortuna beim Trainingsauftakt am 7. Januar über den Rasen scheuchen? Geht es nach Fans und Spielern, ist die Antwort glasklar. Der Tenor: Der bisherige Interims-Coach Uwe Weidemann soll bleiben.

Das Rätseln geht weiter. Wer wird die Fortuna beim Trainingsauftakt am 7. Januar über den Rasen scheuchen? Geht es nach Fans und Spielern, ist die Antwort glasklar. Der Tenor: Der bisherige Interims-Coach Uwe Weidemann soll bleiben. Der Gelobte bleibt allerdings ganz cool und erklärt: "Wir sind so verblieben, der neue Präsident Peter Frymuth ruft mich in dieser Woche an, um mir zu sagen, wie es weiter geht."

Am Mittwoch gab es dieses Telefonat noch nicht, aber es würde nicht überraschen, wenn der bisherige Verantwortliche der zweiten Mannschaft auch im Jahr 2005 die Regionalliga-Truppe betreut. Weidemann: "Ich bleibe dabei, es geht um den Verein, an dem mein Herz hängt. Daher habe ich kein Problem damit, wenn ich wieder die Zweite übernehme. Ich möchte dem Club helfen, wünsche mir weiterhin eine enge Zusammenarbeit." Zugeben muss der Ex-Profi: "Natürlich freuen einen die Rufe der Fans, aber es geht doch darum, den Klassenerhalt zu schaffen, langfristig wieder in den bezahlten Fußball zu kommen."

Vielleicht mit Weidemann, da sich anscheinend aktuell der Trend durchsetzt, nach einer Trainerentlassung im eigenen Stall den Nachfolger auszubuddeln. In München und Cottbus gerade geschehen, scheint die Fortuna nachzuziehen. Obwohl ganz speziell Peter Vollmann weiter mit dem Job liebäugelt, sich medial auch zu den Geschehnissen um den Verein äußert.

Einer, der auch zufrieden wäre, wenn Weidemann im Amt bleibt, ist Abwehr-Hüne Gerrit Bürk, der nach dem Match im Braunschweig auch noch ein Sonderlob vom Coach mit in den Österreich-Urlaub nehmen durfte. "Neben Marcel Podszus muss ich ihn nennen. Es war sehr schwer, da er oft in der Zweiten spielen musste, dort hat er aber immer alles gegeben." Zuletzt wieder drittklassig, was der 23-Jährige wie folgt kommentiert: "Danke für das Kompliment, es ist richtig, ich kam nicht oft zum Zug. Es war deprimierend, nur zu trainieren, kein Feedback zu bekommen. Aber es war auch selbstverständlich, bei den Amateuren auszuhelfen."

Jetzt zeigt die persönliche Kurve wieder in die richtige Richtung, für den ehemaligen Aachener war die Umstellung auf das Libero-System sicher vorteilhaft. "Nicht die schlechteste Lösung", nickt Bürk, "aber ich traue mir auch alle anderen Positionen in der Deckung zu", was unter anderem bei einigen Auftritten rechts in der Viererkette dokumentiert wurde. Nach dem Triumph in Braunschweig muss dem gelernten Industriekaufmann eigentlich nichts mehr unter dem Tannebaum gelegt werden. "Die letzten beiden Spiele waren mein Geschenk", verrät der neue Stammspieler, "aber im neuen Jahr muss ich die Position wieder bestätigen. Ich hoffe, mit Uwe als Trainer."

Und zwar im Kampf um den Klassenerhalt, da sich Bürk nicht als Träumer zeigt: "Nichts anderes kann unser Vorhaben sein", bestätigt der gebürtige Alsdofer, "es ist unten alles noch sehr eng. Das Einzige was wir erreicht haben, ist, wir können mit einem besseren Gefühl in die Winterpause gehen." Und mit guter Stimmung, die auch intern wieder gefunden wurde. Bürk: "Bereits in Chemnitz, trotz der Niederlage. Wir halten wieder richtig zusammen, ich weiß leider nicht, warum das vorher nicht der Fall war. Jetzt merken alle bei Uwe, er war selber Profi, er hat das Gefühl dafür, wie er Situationen anpacken muss."

Und mit diesem Feeling und geschrumpften Lazarett geht es dann ab dem 7. Januar auf die Klassenerhalt-Reise, wobei Bürk anmerkt: "Wenn alle wieder da sind, mache ich mir keine Gedanken, dass es nicht hinhauen könnte. Wir haben auf jeder Position gute Kicker, intern passt es wieder, so sollte es reichen."

Autor:

Kommentieren