Nach dem eminent wichtigen Liga-Dreier über die Amateure von Arminia Bielefeld wollen die Düsseldorfer auch im Pokal ein Ausrufezeichen setzen.

DÜSSELDORF: Pokalerfolg für gesunde Team-Psyche

cb
29. Oktober 2004, 12:44 Uhr

Nach dem eminent wichtigen Liga-Dreier über die Amateure von Arminia Bielefeld wollen die Düsseldorfer auch im Pokal ein Ausrufezeichen setzen.

Nach dem eminent wichtigen Liga-Dreier über die Amateure von Arminia Bielefeld wollen die Düsseldorfer auch im Pokal ein Ausrufezeichen setzen. Am Freitag, 19.30 Uhr, geht es im Niederrhein-Cup beim Wuppertaler SV Borussia um den Einzug ins Halbfinale. "Für mich eine sehr wichtige Partie", erklärt Fortuna Coach Massimo Morales, "und auch für die Psyche der Mannschaft, die beweisen will, wir sind auf dem richtigen Weg."
Und personell besser bestückt. Die zuletzt gesperrten Marcel Ndjeng und Gustav Policella, die laut Morales "gute Alternativen" darstellen, sind wieder dabei. Und auch die Verletzten kommen langsam besser in Schuss. Morales: "Markus Lösch und Victor Hugo Lorenzon brauchen noch etwas, sind aber schon einen Schritt weiter. Nicolaj Hust ist noch nicht bei 100 Prozent im Training." Drei Kicker, die für Kurzeinsätze in Frage kommen. Was die Startformation angeht, hat der Trainer klare Vorstellungen. "Viel möchte ich nicht ändern. Ich muss aber schauen, wer eventuell eine Pause braucht." Wie zum Beispiel ein Laurent Guthleber, der gegen die Arminen einen ganz schwachen Tag erwischte und bereits nach 30 Minuten ausgewechselt wurde. "Wenn Dirk Böcker und Viktor Matias Bocchio fit sind, kann es gut sein, dass Guthleber eine Auszeit bekommt", bestätigt Morales, "allerdings muss ich abwarten, was mit Bocchio ist, da er einen Schlag auf sein Knie bekommen hat."
Kein Thema für die Startelf wird Mariano Pasini sein, der gegen Bielefeld zuerst ein-, später wieder ausgewechselt wurde. Fehlende Fitness nannte Morales als Grund. "Ich habe ihm das kurz nach der Partie erklärt", erinnert sich der Trainer, "für ihn ist es ohne Vorbereitung etwas schwierig." Zwinkernder Zusatz des Italieners: "Marianos Vater ist Trainer in Argentinien. Ich habe ihm gesagt, wenn er Zweifel an mir hat, soll er seinen Vater anrufen und ihn um Rat fragen."
Wieder ernst, beschäftigt sich Morales mit dem WSV, wo es in der Liga ein 0:0 gab. "Wir kamen von einem Mittwochs-Spiel, waren ziemlich müde. Der WSV steckte in einer Krise", weiß Morales, "am Freitag treffen sich zwei gute Teams, die beide nicht da hin gehören, wo sie aktuell in der Tabelle zu finden sind." Anschließend gibt es noch ein Morales-Lob. "Die Wuppertaler haben zudem einen sehr guten Trainer, ich schätze Werner Kasper sehr." Respekt für den Kollegen, der aber während der 90 Minuten nicht zu spüren sein soll. Morales klar: "Ich will weiter kommen, wir wollen wieder in den DFB-Pokal einziehen." Und zwar wieder mit Hamza Cakir auf der rechten Verteidiger-Position. Der Youngster aus der eigenen Verbandsliga-Elf hat Morales in den bisherigen vier Partien überzeugen können. "Er ist eine positive Überraschung, bringt bisher seine Leistung. Er hat sich langsam an das höhere Tempo gewöhnt, wenn er am Freitag fit ist, spielt er auch."

Autor: cb

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