Trotz gegen Trotz. Genau so lautet das Motto vor der Partie der Düsseldorfer am Samstag (14 Uhr) in Paderborn. Auf der einen Seite die Hausherren, die am letzten Samstag nach der 0:6-Klatsche bei den BVB-Amateuren grünes Frust-Licht gaben.

DÜSSELDORF: Zu Gast in Paderborn: Trotz trifft Trotz

cb
15. Oktober 2004, 14:21 Uhr

Trotz gegen Trotz. Genau so lautet das Motto vor der Partie der Düsseldorfer am Samstag (14 Uhr) in Paderborn. Auf der einen Seite die Hausherren, die am letzten Samstag nach der 0:6-Klatsche bei den BVB-Amateuren grünes Frust-Licht gaben.

Trotz gegen Trotz. Genau so lautet das Motto vor der Partie der Düsseldorfer am Samstag (14 Uhr) in Paderborn. Auf der einen Seite die Hausherren, die am letzten Samstag nach der 0:6-Klatsche bei den BVB-Amateuren grünes Frust-Licht gaben. Zeuge der Pleite: Fortuna-Coach Massimo Morales, der erklärt. "Für mich ist Paderborn eine der besten Mannschaften der Liga, die aber gezeigt haben, sie sind auch schlagbar."
Die Frage vor dem Match: Sind die Aufstiegs-Favoriten nach dem Debakel angeschlagen oder regiert der Ansporn, die BVB-Partie schnell vergessen zu machen. Immerhin wurde unter der Woche beim SCP Klartext gesprochen, die freien Tage wurden gestrichen. Die Trotz-Reaktion soll kommen, allerdings auch bei der Fortuna. Morales: "Wir haben in der Meisterschaft vier Niederlagen in Folge bekommen. Ich erwarte auch von meiner Elf eine Antwort. Mal schauen, welche Truppe die bessere hat."
Auf jeden Fall ist sich der Italiener bewusst, vor einer ziemlich haarigen Aufgabe zu stehen. "Paderborn hat zum Beispiel im Angriff gute, erfahrene Leute. Das konkrete Ziel dort heißt Aufstieg, es wurden andere Summen als bei uns investiert." Den 0:6-Ausrutscher relativiert der Trainer: "Dortmund hat auch sehr stark gespielt. Für uns wird es jetzt eine sehr schwierige Aufgabe, aber genau das kann auch sehr reizvoll sein."
Mut hat Morales aus der letzten Woche geschöpft. "Wir haben beim Test in Ahlen gut ausgesehen, so wie da hätte die ganze Zeit gearbeitet werden müssen." Wie sieht es vor dem Trip ins Hermann-Löns Stadion aber mit der Psyche der Truppe aus? Bekanntlich wurden Marcel Podszus und Thomas Hoersen rausgeschmissen, anderen Kickern wurde dasselbe Schicksal angedroht. "Vor mir braucht keiner Angst haben", betont der Coach, "Furcht zählt nicht. Ich habe die Mannschaft doch ständig in Schutz genommen, es geht nur gemeinsam. Ich tue alles, um die Jungs zu motivieren, ich führe jeden Tag Gespräche, ich gehe davon aus, das Team wird sich jetzt wieder auf den Fußball konzentrieren."
Zumindest die Akteure, die auflaufen können. Vor der Begegnung gibt es noch einige Fragezeichen. Morales: "Nicolaj Hust und Victor Hugo Lorenzon können nicht dabei sein. Markus Lösch ist fraglich, ebenso Augustine Fregene, der sich eine Grippe eingefangen hat. Auch Andreas Lambertz ist noch angeschlagen." Viele Probleme, besonders auf der linken Seite, wo Tim Kruse zwar wieder fit ist, aber "wohl noch nicht in der ersten Elf", wie Morales festhält. Für den linken Flügel aber erneut eine ernsthafte Variante: Axel Bellinghausen verteidigt in der Kette, wie auch schon in Ahlen getestet. "Gut möglich", nickt der Trainer, "ich habe dort fast keine andere Alternative mehr." Schluss-Satz des Team-Verantwortlichen: "Generell habe ich für den Samstag ein gutes Gefühl. Das Schöne am Sport ist, man hat immer die Chance, seine eigene Geschichte zu schreiben."

Autor: cb

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