Der italienische Fußball kommt einfach nicht zur Ruhe. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Franco Carraro, Chef des Fußballverbandes FIGC. Carraro soll bei der Pleite des AC Florenz eine Rolle gespielt haben.

Ermittlungen gegen Italiens Fußball-Chef

tw
11. September 2003, 14:52 Uhr

Der italienische Fußball kommt einfach nicht zur Ruhe. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Franco Carraro, Chef des Fußballverbandes FIGC. Carraro soll bei der Pleite des AC Florenz eine Rolle gespielt haben.

Das Kapitel AC Florenz ist zwar schon seit einiger Zeit geschlossen, doch die Staatsanwaltschaft von Florenz will den Fall noch einmal aufrollen. In diesem Zusammenhang wurden Ermittlungen gegen den Präsidenten des italienischen Fußballverbandes FIGC, Franco Carraro, aufgenommen. Wie die italienische Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport am Donnerstag berichtete, soll es zu schweren Unregelmäßigkeiten bei der Rückzahlung von 50 Millionen Euro Steuerschulden gekommen sein.

Carraro soll vor zwei Jahren in seiner Rolle als Liga-Chef eine entscheidende Rolle in der finanziellen Operation gespielt haben. In den Sog der Ermittlungen gerieten auch der Ex-Geschäftsführer des Florentiner Klubs, Piero Barucci, sowie weitere sechs Personen. Carraro weigerte sich, die Vorwürfe der Ermittler in italienischen Medien zu kommentieren.

Der Traditionsklub Fiorentina war im September 2002 nach 76 Jahren offiziell ausgelöscht worden. Ein Gericht in Florenz erklärte den Verein, der im Juli 2002 die Lizenz nicht erhalten hatte, als bankrott. Als Nachfolge-Klub wurde Florentia Viola gegründet, der in dieser Saison in die Zweite Liga aufgerückt ist.

Autor: tw

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