Kommunikations-Probleme weggeredet. Das ist das Ergebnis der Sonntags-Sitzung der WSV-Verantwortlichen mit Chefcoach Georg Kreß, der seinen Urlaub extra unterbrach, um alle Unstimmigkeiten in einem konstruktiven Gespräch zu beseitigen.

WUPPERTAL: Kommunikations-Probleme wegdiskutiert

cb
25. Juni 2004, 10:44 Uhr

Kommunikations-Probleme weggeredet. Das ist das Ergebnis der Sonntags-Sitzung der WSV-Verantwortlichen mit Chefcoach Georg Kreß, der seinen Urlaub extra unterbrach, um alle Unstimmigkeiten in einem konstruktiven Gespräch zu beseitigen.

Kommunikations-Probleme weggeredet. Das ist das Ergebnis der Sonntags-Sitzung der WSV-Verantwortlichen mit Chefcoach Georg Kreß, der seinen Urlaub extra unterbrach, um alle Unstimmigkeiten in einem konstruktiven Gespräch zu beseitigen. Immerhin wurde der bei den Fans heiß geliebte Kreß vorher hart kritisiert. Das Resultat des "Reinigungs-Talks": Die Geschäfts-Mechanismen wurden in Wuppertal aus den Angeln gehoben. Nach den Unmuts-Äußerungen des WSV-Präsidenten Friedhelm Runge in Richtung Kreß stand nicht die erwartete Trennung, sondern eine "einheitliche Linie", wie sie Vorstands-Mitglied Hans-Gerd Krieger nannte. Fehler wurden eingeräumt und in der Kiste "Vergangenheit" eingemottet. Krieger: "Alle waren etwas gestresst, es entstand viel Wind um nichts. Aber wer keine Fehler macht, ist ein Alibi-Mensch. Jetzt haben wir einen Konsens und sind froh darüber."
Probleme beseitigt, aber nicht ohne einen Abschluss-Satz von Krieger. "Mir liegt es am Herzen, einen Stab für Friedhelm Runge zu brechen. Er wird oft falsch interpretiert, dabei ist er immer gewillt, alles für den Verein zu geben. Er ist für viele wie eine Vaterfigur, die das Beste aus dem Club herausholen will." Und die wie alle anderen Entscheidungsträger an einem Miteinander arbeiten wird. "So muss es sein. Eine klare Linie, an die sich alle halten. Vor allem wird bei uns nichts mehr nach außen dringen", erklärt Krieger, "es gab unangebrachte Dinge, die sind vorbei, jetzt schauen wir nur noch nach vorne." Das Ziel ist klar: Krieger: "Der Kader steht im Vordergrund, wir müssen bald eine Elf präsentieren. Es wartet noch genug Arbeit." Immerhin soll der Saisonstart erfolgreich verlaufen, damit die Personalie Kreß nicht wieder auf dem Tisch landet. Die Fans des WSV sind auf der einen Seite froh über die Entscheidung für den Trainer, aber teilweise auch skeptisch. Der Tenor im WSV-Forum: "Schön, dass es mit Kreß weitergeht. Aber hoffentlich geht das Ganze nicht wieder von vorne los, wenn die ersten Begegnungen nicht optimal verlaufen." Zudem folgten rund 100 WSV-Anhänger am Montag einem Aufruf der Wuppertaler Supporter Vereinigung auf den Tribünenvorplatz. Hierbei wurden zwei Verteter des Fan-Dachverbandes zu Gesprächen mit Vorstand und Verwaltungsrat eingeladen, wo versichert wurde, es hätte keine Probleme, nur Irritationen gegeben. Die Supporter Vereinigung kündigte an, die Aussagen als Versprechen zu nehmen, um endlich Ruhe zu bekommen. Der Vorstand wird in Zukunft also auch an diesen Äußerungen pro Kreß gemessen werden.

Autor: cb

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