Mirko Stark wird definitiv in die Geschichtsbücher eingehen. Kurz nach seiner Hereinnahme in der 86. Minute durfte der Wuppertaler Routinier das Spielfeld quasi ungeschwitzt wieder verlassen - seine Grätsche gegen Wattenscheids Faratin Toku wertete Schiedsrichter Norbert Grudzinski als rotwürdig. Gestoppte Arbeitszeit von Mirko Stark: 35,7 Sekunden - Regionalliga-

WSV / WAT - Premiere für Teichmann, Rekord durch Mirko Stark

tt
02. April 2004, 11:28 Uhr

Mirko Stark wird definitiv in die Geschichtsbücher eingehen. Kurz nach seiner Hereinnahme in der 86. Minute durfte der Wuppertaler Routinier das Spielfeld quasi ungeschwitzt wieder verlassen - seine Grätsche gegen Wattenscheids Faratin Toku wertete Schiedsrichter Norbert Grudzinski als rotwürdig. Gestoppte Arbeitszeit von Mirko Stark: 35,7 Sekunden - Regionalliga-"Rekord".

Mirko Stark wird definitiv in die Geschichtsbücher eingehen. Kurz nach seiner Hereinnahme in der 86. Minute durfte der Wuppertaler Routinier das Spielfeld quasi ungeschwitzt wieder verlassen - seine Grätsche gegen Wattenscheids Faratin Toku wertete Schiedsrichter Norbert Grudzinski als rotwürdig. Gestoppte Arbeitszeit von Mirko Stark: 35,7 Sekunden - Regionalliga-"Rekord".

"Grundsätzlich will man ein Zeichen setzen, wenn man eingewechselt wird. Ich hatte bei dem Zweikampf keine böse Absicht und wollte den Ball treffen. Nach dem Pfiff hatte ich ehrlich gesagt maximal die gelbe Karte erwartet", lässt der ehemalige Kölner die Szene Revue passieren, "der Unparteiische hat sich selbst in Zugzwang gebracht, ohne Teichmanns Feldverweis hätte es die anderen beiden wahrscheinlich auch nicht gegeben." Stark räumt ein: "Sicherlich ist das frustrierend, wenn man nach ein paar Sekunden wieder vom Feld muss."

Die Profi-"Bestmarke" wird derzeit noch von Mateja Kezman gehalten. Nach 37 Sekunden sah der Jugoslawe bei der EM 2000 gegen Norwegen "Rot". In der Amateur-Klasse datiert die schnellste Hinausstellung aller Zeiten aus der aktuellen Saison: Perlbachtals Michael Mäurer wurde zehn Sekunden nach Anpfiff im Südwest-Kreisliga-Duell gegen Martinstein zum Duschen geschickt. Erstaunlich: Perlbachtal gewann noch 6:1.

Der WSV konnte die Partie gegen Wattenscheid nicht mehr drehen. Wuppertals Stümer Ales Kohout, der nach einer Attacke an Michael Stuckmann eine Matchstrafe erhielt: "Der Unparteiische hätte mich vorher warnen und vielleicht sagen können: Beim nächsten Mal gibt es Gelb-Rot. Dann hätte man durch eine Auswechslung reagieren können. Ich wollte in der Szene vor dem Wattenscheider Tor den Ball spielen."

Den Karten-Reigen eröffnete Andreas Teichmann, der gemeinhin als harmloser Vertreter seiner Zunft gilt. "Teichi" sah in seiner gesamten Laufbahn erst eine Ampelkarte - und zwar beim 1:7 im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln. Jetzt gingen ihm die Gäule durch, er leistete sich einen Schubser an Wuppertals Tavarez, der ihm zuerst in die Hacken und nach dem gepfiffenen Foul noch gegen die Unterlippe trat. Teichmann: "Nachdem ich das Blut an der Lippe sah, habe ich Tavarez weggeschubst. Wenn es für beide Gelb gegeben hätte, wäre das Spiel sicherlich ruhiger weiter gelaufen und nicht so ausgeufert. Vielleicht gibt es für mich ja mildernde Umstände."

Autor: tt

Kommentieren