Seit Montag befindet sich Schalkes U 23 im sauerländischen Medebach im Trainingslager.

SCHALKE U23: Härtetest in Offenbach

hb
25. Juli 2003, 12:03 Uhr

Seit Montag befindet sich Schalkes U 23 im sauerländischen Medebach im Trainingslager.

Seit Montag befindet sich Schalkes U 23 im sauerländischen Medebach im Trainingslager. Von der idyllischen Umgebung bekommen die Regionalliga-Aufsteiger allerdings nicht viel mit. Coach Gerd Kleppinger bittet täglich zwei Mal zur Übungseinheit, der weg vom Hotel „Gran Dorado“ bis zum Trainingsplatz lässt nicht viel Platz für Sightseeing. „Wir sind ja schließlich zum Arbeiten hier und nicht, um die Landschaft zu bewundern“, sucht der Ex-Profi bei seiner Truppe nach dem letzten Feinschliff für die in neun Tagen startende Saison.

Vor Ort bemühen sich gleich drei neue Kicker um einen Platz in der Schalker Mannschaft. Neben Dirk Caspers, an dessen Verpflichtung die Knappen stark interessier sind (RS berichtete), sind das Andreas Kronenberg und Christoph Müller. Beide könnten laut Bodo Menze „ein Thema für die Lösung der Torwart-Frage sein“. Der S04-Nachwuchs-Manager: „Das ist eine Frage der Kosten. Wir überlegen, ob wir das für nur zwei Spiele machen. Schließlich kannst du einem Spieler keinen Vertrag für 14 Tage anbieten und ihn dann wieder nach Hause schicken.“

Bekanntlich muss Kleppinger in den ersten beiden Saisonspielen auf den noch rot gesperrten Volkan Ünlü verzichten, Ersatzmann Manuel Lenz fällt wegen seiner Entzündung im Rückenwirbel auf unbestimmte Zeit aus. Dem vormaligen A-Junioren-Keeper wurde von den Medizinern erst einmal absolute Ruhe verordnet. Christofer Heimeroth dagegen gilt bei der Schalker Profi-Truppe als Nummer zwei hinter Nationalspieler Frank Rost, könnte aber bei der U 23 zum Auftakt in Münster und beim ersten Heimspiel gegen Borussia Dortmunds Amateure einspringen, ehe Ünlü wieder spielberechtigt ist.

Andere Variante: Man verpflichtet noch einen erfahrenen Typen, der sich in der Regionalliga auskennt. Für Christoph Müller gilt das uneingeschränkt. Der 28-Jährige sammelte beim 1. FC Nürnberg erste Bundesliga-Erkenntnisse, ehe er zwei Jahre bei Rot-Weiß Oberhausen in der Zweiten Liga, allerdings dort nicht unter Kleppinger, das Duell mit Oliver Adler suchte. Es folgte ein Engagement bei Rot-Weiss Essen, bis Anfang Juni stand Müller nun im Kasten des SC Verl, suchte nach dessen Abstieg in die Oberliga nach einer Weiterbeschäftigung. „Er macht einen sehr guten Eindruck“, würde „Kleppo“ den reaktionsschnellen „Schnapper“ gerne in seinem Kader sehen. Doch auch der Ex-Ahlener Kronenberg, in der vergangenen Zweitliga-Saison hinter LRA-Schlussmann Marco Sejna die Nummer zwei an der Werse, weiß zu glänzen. Kleppinger kennt den 28-Jährigen zudem aus der Regionalliga Süd, wo er bei Wacker Burghausen und TSV Ditzingen den Kasten hütete.

Müller und Kronenberg können sich morgen Abend beweisen, wenn die Schalker zum Abschluss des fünftägigen Trainingslager nach Offenbach reisen. „Wie Dirk Caspers haben auch die Beiden eine Gastspieler-Erlaubnis“, teilt Kleppinger mit. Das Duell mit den Kickers gilt als vorletzter Härtetest für Münster, am Sonntag empfängt man schließlich den türkischen Erstligisten Gaziantepspor in Gelsenkirchen.

Autor: hb

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