Toppmöller als Heynckes-Nachfolger im Gespräch

db
19. Juni 2003, 11:22 Uhr

Ein Wechsel von Klaus Toppmöller nach Spanien scheint immer wahrscheinlicher. Nachdem "Toppi" lange Zeit mit Barcelona in Verbindung gebracht wurde, soll er nun Jupp Heynckes in Bilbao beerben.

Der eine Deutsche geht, kommt der nächste? Laut Bild soll Klaus Toppmöller Jupp Heynckes beim spanischen Erstligisten Athletic Bilbao beerben. Angeblich soll Heynckes, der in der kommenden Saison den Bundesligisten Schalke 04 übernehmen wird, seinen Landsmann selbst als Nachfolger vorgeschlagen haben.

Bilbaos Sportdirektor Andoni Zubizarreta erklärte dagegen Journalisten: "Die Entscheidung über den neuen Trainer ist bereits gefallen. Sie wird aber erst nach dem Saisonende am Sonntag bekannt gegeben." Übereinstimmenden spanischen Medienberichten zufolge soll es sich dabei um Aime Jacquet handeln. Frankreichs Weltmeister-Trainer von 1998 ist derzeit ohne Job.

Mehr als zehn Angebote"

Toppmöller hatte seit seiner Entlassung im Februar in Leverkusen angeblich "mehr als zehn Angebote aus dem In- und Ausland". Dem kicker berichtete der 51-Jährige von Interessenten aus der Bundesliga, aus Griechenland, Spanien, der Türkei, Ukraine und Österreich, ohne die Namen der Klubs zu nennen. Er habe bisher nirgendwo unterschrieben, "weil ich mir die Chance FC Barcelona nicht verbauen wollte". Der am Sonntag zum Präsidenten der Katalanen gewählte Juan Laporta bevorzugt jedoch offenbar eine niederländische Lösung. Als heißeste Trainerkandidaten gelten Guus Hiddink (PSV Eindhoven) und Ronald Koeman (Ajax Amsterdam).

"Toppi" will an seiner Arbeitsweise festhalten

"Ich war dreimal zu Gesprächen in Barcelona. Dort hat man sich an die Champions-League-Spiele gegen Leverkusen erinnert. So offensiv, wie wir gegen Barca spielten, genau diese Spielweise wollten die Spanier in ihre Mannschaft einbringen", erklärte Toppmöller: "Das war jedenfalls die Vorstellung von Luis Bassat, der allerdings bei der Wahl zum Präsidenten verlor." Bei seinem kommenden Klub werde "Toppi" an seiner Arbeitsweise nichts ändern, "denn ich war erfolgreich. Ich bin ein Verfechter des attraktiven Fußballs. Begeisternden Angriffsfußball, wie wir ihn mit Leverkusen gezeigt haben, habe ich in der abgelaufenen Bundesligasaison nicht gesehen."

Autor: db

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