MSV: "Das ist mein Klub" - Neuzugang Baelum im Interview

tr
27. Januar 2004, 10:49 Uhr

Thomas Baelum ist ein Schnellstarter. Gerade einmal ein Test-Spiel brauchte der Däne, um die MSV-Verantwortlichen von seinen Qualitäten zu überzeugen. Sein neuer Trainer Norbert Meier war sofort Feuer und Flamme und legte den 25-Jährigen bis zum 30. Juni 2006 an die „Wedau-Kette"

Thomas Baelum ist ein Schnellstarter. Gerade einmal ein Test-Spiel (1:0-Sieg gegen Verl) brauchte der Däne, um die MSV-Verantwortlichen von seinen Qualitäten zu überzeugen. Sein neuer Trainer Norbert Meier war sofort Feuer und Flamme, legte den 25-Jährigen bis zum 30. Juni 2006 an die „Wedau-Kette„. Jetzt hoffen alle, dass das Duisburger Aufstiegs-Wunder zur Realität wird, denn mit 220-Erstliga-Einsätzen kann Baelum auf einen großen Erfahrungs-Schatz zurück blicken. Mit dem 1,87 Meter großen Innenverteidiger (voraussichtlich bekommt der ehemalige Kapitän von Aalborg BK die Rückennummer drei) sprach RevierSport-Redakteur Thorsten Richter über seinen Endschluss, Umzug und die sportlichen Ziele.

Herr Baelum, Sie mussten sich nur in einem Spiel und einer Trainings-Einheit behaupten. Hätten Sie gedacht, dass der Wechsel so schnell vonstatten geht?
Nein, eigentlich nicht. Duisburg hat mich vor rund zwei Wochen beobachtet. Vor sieben Tagen habe ich mich zum ersten Mal mit den Leuten aus dem Klub und dem Coach unterhalten. Dann war sofort alles klar.

Sie haben Sich gleich für zweieinhalb Jahre verpflichtet. Für den ersten Kontakt ein sehr langer Zeitraum, oder?
Ich denke, dass diese Spanne genau richtig ist. Man kann sich an alles gewöhnen, die neuen Eindrücke und Erwartungen in aller Ruhe verarbeiten und dann richtig angreifen.

2006 findet auch die WM in Deutschland statt. Haben Sie die National-Mannschaft im Hinterkopf?
Natürlich würde ich gerne im dänischen Trikot auflaufen. Deutschland bietet mir auf jeden Fall mehr Möglichkeiten, auf mich aufmerksam zu machen, als bei meinem Heimat-Verein Aalborg BK.

Kannten Sie den MSV schon vor dem ersten Gespräch?
Ich habe schon eine Menge von Duisburg gehört. Ich habe mit Erik Bo Andersen zusammen gespielt und er hat mir viel erzählt. Der Verein hat Tradition und gehört nicht in die zweite Liga.

1997 waren Sie wegen des „Toto-Cups„ bereits einmal in Deutschland. Wie sind Ihre Eindrücke?
Die Menschen sind sehr freundlich und ich bin super aufgenommen worden. Es gefällt mir hier richtig gut. Nach dem ersten Training habe ich meine Freundin Dinna angerufen und gesagt, dass der MSV mein Verein ist. Auch das Team hat mich sofort integriert und mir den Einstieg sehr leicht gemacht. Alle sind nett, offen und warm. Ich fühlte mich von Anfang an wohl.

Apropos Freundin. Sie wohnen zurzeit im „Steigenberger"-Hotel, sind alleine. Fühlen Sie sich einsam?
Ein wenig. Aber ich bin nur noch bis Freitag alleine. Dann hat Dinna, sie ist 26 Jahre alt, das Apartment in Dänemark gekündigt und kommt zu mir. Darauf freue ich mich schon besonders.

Wann werden Sie in eine Wohnung umziehen?
Das weiß ich noch nicht genau. Ich hoffe, es geht schnell. Duisburg wird mir bei der Wohnungs-Suche mit Sicherheit helfen. Wenn wir ein neues Zuhause haben, werde ich mir auch meine persönlichen Sachen holen. Die sind nämlich noch in Dänemark.

Kommen wir auf die sportliche Situation zu sprechen. Der MSV baut eine neue Arena und stellt Ansprüche ans Oberhaus. Wie beurteilen Sie die Lage?
Das neue Stadion ist prächtig und die Verantwortlichen arbeiten hart und ehrlich an der Sache. Und dass die Zebras nicht in die zweite Liga gehören, ist klar.

Wie sehen Ihre Ziele aus?
Zu aller erst möchte ich mir einen Stammplatz erkämpfen. Wenn ich dann noch meinen Teil zum Aufstieg dazusteuern kann, wäre ich sehr glücklich.

Letzte Frage. Wo haben Sie so gut Deutsch sprechen gelernt?
Ich hatte zwei Jahre in der Schule Deutsch-Unterricht. Deshalb kann ich ein bisschen sprechen. Sollte es mal nicht reichen, behelfe ich mir mit Englisch. Damit ich das bald aber nicht mehr muss, werde ich so schnell es geht mit Dinna einen Kurs besuchen. Auf dem Platz gibt es keine Verständigungs-Probleme.

Autor: tr

Kommentieren