Der Fußball-Gott trägt Rot und Weiß. Nach dem 2:1 (1:1)-Sieg der Oberhausener vor 4177 Fans gegen den Aufsteiger aus Regensburg wurde nach dem Last-Minute-Treffer kollektiv getanzt.

OBERHAUSEN: Trainer Bonbon: Drei Tage frei

cb
11. November 2003, 12:10 Uhr

Der Fußball-Gott trägt Rot und Weiß. Nach dem 2:1 (1:1)-Sieg der Oberhausener vor 4177 Fans gegen den Aufsteiger aus Regensburg wurde nach dem Last-Minute-Treffer kollektiv getanzt.

Der Fußball-Gott trägt Rot und Weiß. Nach dem 2:1 (1:1)-Sieg der Oberhausener vor 4177 Fans gegen den Aufsteiger aus Regensburg wurde nach dem Last-Minute-Treffer kollektiv getanzt. Die Belohnung für den Dreier: Zumindest bis heute der dritte Platz und vom Trainer gab es drei freie Tage. Nach dem Match wusste ein erschöpfter RWO-Coach bei wem er sich bedanken musste. "Ich möchte meine Frau Ulla, die aus der Nähe von Regensburg stammt, grüßen. Sie hat mich vor dem Match zum Frühstück mit bayrischen Weißwürsten, Brezeln und süßem Senf überrascht und gesagt, mit der Mahlzeit kann man Regensburg schlagen."
Fast hätte das Erfolgs-Mahl aber nicht gewirkt. Bis zur 90. Minute spannten die "Kleeblätter" ihre Fans gegen destruktive Gäste auf die Folter. Dem späten K.O. entsprechend war auch die Laune vom Regensburger Coach Ingo Peter: "Man kann nicht alles verkehrt gemacht haben, wenn man so spät verliert. Trotzdem tut es sehr weh. Wir nehmen aber viel positives mit."
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die erste Aktion nutzen die Hausherren zur Führung. Nach einem resoluten Einsatz von Anthony Tieku gelang die Kugel zu Mike Rietpietsch. Der fackelte nicht und drosch den Ball aus 20 Metern volley in die Maschen (17.). "Ein Traumtor", der knappe Kommentar von Andersen.
Ganze drei Minuten freuten sich die Oberhausener, dann schlug es zum 1:1 ein. Nach einer Flanke von Oliver Straube fühlte sich keiner für Tamandani Nsaliwa zuständig, der aus vier Metern einnicken konnte (20.). "Da stehen drei gegen drei. Alle rennen vor und keiner schaut, was der Nsaliwa macht", ärgerte sich der Norweger über die Leichtigkeit des Gegentreffers.
Anschließend passierte bis zur 77. Minute so gut wie gar nichts. Regensburg stellte die Offensiv-Bemühungen quasi ein und RWO fand gegen die kompakte Gäste-Deckung kein Mittel. Mit dem Einläuten der letzten Viertelstunde dann die Wende. Oberhausen warf alles nach vorne, doch erst vergab Bojko Velichkov allein vor Jahn-Keeper Peter Martin (77.) und Sasa Radulovic scheiterte am Pfosten (82.). Als sich alle mit dem Remis abgefunden hatten, passierte es doch noch. Adrian Aliaj fand mit der 27. Flanke den Kopf von Velichkov. Seine Verlängerung beförderte der rechte Wirbelwind Alassane Ouedraogo im zweiten Versuch ins Netz - 2:1 (90.) "Schön, dass ich das Glück hatte, dort zu stehen", erklärte der Torschütze.
Nach dem Abpfiff gab es dann kein Halten mehr. Die Fans flippten auf den Rängen aus, die Spieler auf dem Rasen. Andersen, der noch in die Fankurve zu den begeisterten Anhängern musste, fasste zusammen. "Das war ein Zufallstor. Aber egal, ich bin einfach nur glücklich."

Autor: cb

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