Rouven Schröder gehört zu jenen Menschen, die von vielen gemocht werden. Das liegt vor allen Dingen daran, weil Schröder ein sehr umgänglicher Typ ist. Immer hilfsbereit, zuvorkommend und irgendwie niemals übellaunig.

DUISBURG: Schröder festigt die Abwehr und trifft - Shampoo für den Kanzler

rl
25. August 2003, 10:52 Uhr

Rouven Schröder gehört zu jenen Menschen, die von vielen gemocht werden. Das liegt vor allen Dingen daran, weil Schröder ein sehr umgänglicher Typ ist. Immer hilfsbereit, zuvorkommend und irgendwie niemals übellaunig.

Rouven Schröder gehört zu jenen Menschen, die von vielen gemocht werden. Das liegt vor allen Dingen daran, weil Schröder ein sehr umgänglicher Typ ist. Immer hilfsbereit, zuvorkommend und irgendwie niemals übellaunig. Solchen Leuten gönnt man Erfolgerlebnisse. Am Freitag mochten ihn die Duisburger Zebras aber nicht nur wegen seiner Charaktereigenschaften, sondern vor allem, weil der Innenverteidiger den MSV mit 1:0 in Führung brachte. Es war sein erstes Tor für den Club, für den er seit über einem Jahr spielt. Klar, dass sich alle somit erst recht für Schröder, der im Team in Anlehnung an seinen politikerähnlichen Namen stets "Kanzler" gerufen wird, gefreut haben.
Und Schröder war nicht minder glücklich. "Für Bochum habe ich schon mal drei Zweitliga-Tore geschossen, im MSV-Trikot war es mein erster Treffer. Das freut mich total für die Fans und den Verein", sagte der Defensivspezialist, der zuletzt von seinen Teamkollegen schon aufgezogen wurde. "Weil ich gegen Lübeck und im Training ein paar Chancen nicht nutzte, wurde viel geflachst", erinnert sich der 27-Jährige.
Diesmal klappte es, weil ein langer Einwurf des Abwehrkollegen Pavel Drsek maßgeschneidert auf Schröders lichtem Haar landete und der schwungvolle Kopfball platziert angesetzt war. Das soll es aber nicht alleine gewesen sein. "Wir haben das schon oft ohne Erfolg geübt. Jetzt hat der Kanzler aber endlich Shampoo genommen. Es flutschte und der Ball war drin", glaubte Drsek die Erklärung zu haben. Wer trifft, hat gut lachen.
Doch Drsek und Schröder überzeugten nicht nur als torgefährliches Angriffsduo, sondern in den übrigen 90 Minuten als beinahe tadellose Innenverteidiger. Während Drsek für sich in Anspruch nehmen konnte, dass "ich mit zunehmender Spielpraxis nach meiner Verletzung immer sicherer werde", glaubt Schröder, dass dies zum Aufschwung der Deckung beiträgt,. "Pavel hat lange nicht gespielt, Kai Oswald und Steven Tweed waren als Verteidiger zwischenzeitlich auch verletzt. Wir müssen uns erst finden und sind auf einem guten Weg", sagt Schröder, der als Konstante in allen bisherigen Partien auflief und insgesamt mit der Teamleistung zufrieden war. "Wir habe hinten dicht gemacht, alle gekämpft und gut nach vorne gespielt", sieht der Torschütze den MSV auf einem guten Weg.
Geärgert hat sich Schröder nur über den Foulelfmeter, den Trier zum Ausgleich nutzte. "Ansonsten hatten die keine richtige Chance. Schade, dass wir so um den Sieg gebracht wurden", wünscht sich Schröder zum perfekten Glück "beim nächsten Mal drei Punkte." Damit er dann wieder trifft, spendiert ihm bestimmt jemand eine Extra-Flasche Shampoo.

Autor: rl

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