Werder bittet Schalke zum Topspiel, BVB gegen VfB

dst1
04. Februar 2007, 09:05 Uhr

Zum Abschluss des 20. Bundesliga-Spieltags kommt es heute (17.00 Uhr/live bei arena) zum Topspiel zwischen Tabellenführer Werder Bremen und dem FC Schalke 04.

Auch ein halbes Jahr danach hat Miroslav Klose noch an der einzigen Auswärtsniederlage von Herbstmeister Werder Bremen zu knabbern. "Wir waren damals wirklich schlecht und sind deshalb richtig heiß auf Schalke 04", sagt der Bundesliga-Torschützenkönig vor dem Topspiel heute (17.00 Uhr/live bei arena) gegen die punktgleichen Gelsenkirchener.

"Kein Jahrhundertspiel"

Das Weserstadion ist mit 42.100 Zuschauern seit Wochen ausverkauft, die Erwartungen sind hoch, eine Vorentscheidung erwartet man bei beiden Klubs ungeachtet der sportlichen Talfahrt von Titelverteidiger Bayern München nicht. "Bis zum Saisonende sind einfach noch zu viele Spiele", analysiert Schalkes Trainer Mirko Slomka. Werder-Sportdirektor Klaus Allofs meint nur: "Es ist sicherlich ein Spitzenspiel, aber kein Jahrhundertspiel."

Auch ohne Nationalspieler Torsten Frings (gelbsperrt), Kapitän Frank Baumann (Achillessehnenprobleme), Patrick Owomoyela, Ivan Klasnic und Stammtorhüter Tim Wiese (Oberschenkelverletzung) sehen sich die Platzherren nach zuletzt sechs Siegen in Folge in der Favoritenrolle. "Im Moment sind wir sehr schwer zu schlagen", glaubt Allofs.

Reinke steht im Werder-Tor

Stammtorwart Wiese konnte zwar trotz seiner muskulären Probleme am Abschlusstraining am Samstag teilnehmen, ein Einsatz kommt nach Klubangaben aber noch zu früh. Somit steht wie in Leverkusen erneut Andreas Reinke im Tor des Tabellenführers.

Auch Slomka muss sein Team, immerhin zehnmal hintereinander ungeschlagen, umbauen. Der Brasilianer Rafinha ist gelbgesperrt, Lewan Kobiaschwili fehlt wegen einer Zehenverletzung. Auch Sören Larsen gehört nicht zum Kader. Der Däne, der wegen einer Operation am Sprunggelenk schon wochenlang pausiert hatte, klagt über muskuläre Probleme im Oberschenkel.

Lincoln bei Schalke fit

Für den Coach allerdings kein Grund, die Partie schon vorab verloren zu geben: "Wir sind durchaus in der Lage, die Leistung vom 2:0-Hinspielsieg zu wiederholen." Immerhin kann Slomka Spielmacher Lincoln, der an einer Oberschenkelzerrung laborierte, einsetzen. Der Brasilianer bestand den Belastungstest im Abschlusstraining am Samstag.

Im zweiten Sonntagspiel bemüht sich Borussia Dortmund um den Anschluss an die UEFA-Cup-Plätze. Dabei treffen die Westfalen auf ihren direkten Rivalen und Angstgegner VfB Stuttgart. Zwar gelang dem BVB im Hinspiel ein überraschender 3:1-Erfolg, in der heimischen Arena jedoch warten die Schwarz-Gelben seit August 2002 in drei Heimspielen auf einen Treffer gegen die Schwaben.

"So spielen wie gegen Bayern"

Vier Tage nach dem 0:1 beim FSV Mainz 05 appellierte Trainer Jürgen Röber an seine Spieler, erneut Heimstärke zu demonstrieren. "Wir müssen Mainz schnell abhaken und gegen Stuttgart wieder so spielen wie gegen die Bayern. Wir müssen weiter an uns arbeiten. Einmal himmelhoch jauchzend und dann wieder zu Tode betrübt: Das ist mir alles zu extrem."

Der dritte Heimsieg soll erneut ohne den genesenen Nationalspieler Sebastian Kehl gelingen. Der 26-Jährige wird zu Beginn noch auf der Bank sitzen, Christian Wörns und Ebi Smolarek (beide Muskelfaserriss) stehen dagegen weiterhin nicht zur Verfügung. Stuttgart, das in den vergangenen vier Auswärtsspielen nur zwei Punkte erzielte, muss auf den rot-gesperrten Serdar Tasci verzichten.

Autor: dst1

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