Der Hamburger SV hat die

HSV nach Remis gegen Energie neues Schlusslicht

osch1
31. Januar 2007, 22:28 Uhr

Der Hamburger SV hat die "Rote Laterne" in der Bundesliga übernommen. Gegen Energie Cottbus kamen die Hanseaten nicht über ein 1:1 (1:1)-Remis hinaus. Die Zukunft von Trainer Thomas Doll scheint ungewisser denn je.

Für Trainer Thomas Doll wird die Luft beim Hamburger SV immer dünner: Auch gegen Aufsteiger Energie Cottbus kamen die abstiegsbedrohten Hanseaten über ein 1:1 (1:1)-Unentschieden nicht hinaus, warten damit immer noch auf den ersten Heimsieg der laufenden Saison und rutschten auf den letzten Rang ab.

Dabei erwischten die Platzherren vor 52.484 Zuschauern in Hamburg einen Start nach Maß. Schon nach vier Minuten verwandelte der Argentinier Juan Pablo Sorin einen Foulelfmeter zur 1:0-Führung für die Norddeutschen. Energie-Abwehrspieler Igor Mitreski hatte zuvor den tschechischen Nationalspieler David Jarolim zu Fall gebracht. Doch nur fünf Minuten später war es mit der Freude bei den Hamburgern schon wieder vorbei. Sergiu Radu nutzte einen Stellungsfehler von HSV-Verteidiger Joris Mathijsen und spitzelte den Ball an Torhüter Frank Rost vorbei.

Hamburg überlegen, aber nicht konsequent

Ohne den gesperrten Spielregisseur Rafael van der Vaart fehlte den Gastgebern über die gesamte Spielzeit hinweg die zündenden Ideen. Das Doll-Team erarbeitete sich zwar eine unübersehbare Feldüberlegenheit, doch die wenigen Torgelegenheiten wurden zumeist überhastet vergeben. So schoss Danijel Ljuboja in der 29. Minute einen Freistoß knapp vorbei, 60 Sekunden später traf Collin Benjamin nur den Außenpfosten.

Auch nach dem Seitenwechsel fehlte dem HSV vor dem gegnerischen Tor weiterhin das Glück. Die größte Gelegenheit zum erlösenden Siegestreffer vergab in der 64. Minute der eingewechselte Boubacar Sanogo, der freistehend an Cottbus-Torhüter Tomislav Piplica scheiterte. In der 69. Minute tauchte der erst am Dienstag verpflichtete Kroate Ivica Olic erstmals gefährlich vor dem Gästetor auf, sein Schuss wurde jedoch vom Cottbuser Mannschaftskapitän Kevin McKenna in letzter Sekunde abgeblockt.

Schwache HSV-Offensive beißt sich an Cottbus die Zähne aus

Den Hamburgern, die ihren letzten Heimsieg am 9. April vergangenen Jahres feiern konnten, war das Bemühen nicht abzusprechen, doch die Aktionen wirkten zu schematisch, um das Team von Coach Petrik Sander ernsthaft in Schwierigkeiten bringen zu können. Der Neuling beschränkte sich weitgehend auf konzentrierte Abwehrarbeit und kam damit in Hamburg zu einem etwas schmeichelhaften, aber nicht unverdienten Unentschieden. Viele Besucher hatten schon vor der Partie ihrem Unmut gegenüber Trainer Doll Luft gemacht und auf Plakaten und Transparenten die Verpflichtung des erst wenige Stunden zuvor in München entlassenen Hamburger Ex-Coach Felix Magath gefordert.

Autor: osch1

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