Eigentlich wollte Timo Hildebrand nach eigenen Angaben mit seinem Gang an die Öffentlichkeit zwei Stunden vor dem Trainingsauftakt von Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart am Donnerstag `für Aufklärung´ sorgen.

Hildebrands Zukunft weiter völlig offen

04. Januar 2007, 15:49 Uhr

Eigentlich wollte Timo Hildebrand nach eigenen Angaben mit seinem Gang an die Öffentlichkeit zwei Stunden vor dem Trainingsauftakt von Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart am Donnerstag `für Aufklärung´ sorgen.

Eigentlich wollte Timo Hildebrand nach eigenen Angaben mit seinem Gang an die Öffentlichkeit zwei Stunden vor dem Trainingsauftakt von Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart am Donnerstag `für Aufklärung´ sorgen. Doch die wichtigste Frage ließ der Nationaltorwart, der die Schwaben zum Saisonende verlassen wird, weiter unbeantwortet. Der 27-Jährige erklärte, dass er noch nicht wisse, für welchen Klub er in der Spielzeit 2007/08 auflaufen werde. `Ich habe Optionen, die werde ich mir anschauen, dann werde ich mich entscheiden. Das werde ich in aller Ruhe und ganz ohne Druck machen´, meinte Hildebrand, der nach elf Jahren beim VfB eine neue Herausforderung im Ausland sucht: `Ich werde sicher nicht innerhalb der Bundesliga wechseln. Ich will für mich persönlich als Mensch den nächsten Schritt machen. Es ist ein Risiko, denn ich hätte es mir leichter machen können. Aber das ist nicht mein Ding. Es wird sicher ein Abenteuer.´

Hildebrand, der ein langfristiges Angebot der Stuttgarter mit einem angeblichen Jahresgehalt von über zwei Millionen Euro abgelehnt hatte, verriet keine Tendenz in Richtung eines Landes oder eines Klubs. Der Keeper, der bereits vor zwei Jahren den VfB verlassen wollte, dann allerdings einen Rückzieher machte, skizzierte aber immerhin seine Vorstellung von seinem künftigen Arbeitgeber: `Es muss ein guter Klub sein. Ich werde bestimmt nicht zum Letzten in irgendeiner Liga gehen. Es soll ein Verein sein, der mich nach vorne bringt und den ich nach vorne bringe.´ Den Vorwurf, dass in erster Linie finanzielle Aspekte den Ausschlag für seine Entscheidung gegen den Bundesliga-Vierten gegeben haben, wies Hildebrand entschieden zurück. `Es ärgert micht, dass ich als Raffzahn hingestellt werde. Ich bin nicht so ein Mensch. Ich werde hier in den letzten Monaten alles geben, um mich vielleicht mit einem Titel zu verabschieden. Das ist mein großer Traum´, sagte die Nummer zwei im deutschen Tor. Als heißer Anwärter auf die Nachfolge Hildebrands gilt Raphael Schäfer vom Stuttgarter Ligarivalen 1. FC Nürnberg.

Der VfB verhandelt mit dem `Club´ über einen Wechsel des 27-Jährigen, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft. Die Franken wollen den Kontrakt aber per Option um ein Jahr verlängern. VfB-Trainer Armin wollte sich nicht an Spekulationen beteiligen: `Ich möchte einfach einen guten Torhüter und ich bin davon überzeugt, dass wir den auch bekommen.´ Da die Torhüterfrage erst zur kommenden Saison ansteht, ist Veh derzeit mit seinem Personals wunschlos glücklich. `Ich gehe davon aus, dass bis zum Rückrundenauftakt keiner mehr geht und keiner kommt´, meinte Veh, der damit den Spekulationen über mögliche Abgänge von Jon Dahl Tomasson und Ludowig Magnin keine neue Nahrung gab. Die Verlängerung seines eigenen Vertrags, der zum Saisonende ausläuft, soll laut Veh in Kürze erfolgen. Der Coach konnte beim Laktattest bis auf Außenverteidiger Arthur Boka (Grippe) und Daniel Bierofka (Knie-Operation) alle Spieler begrüßen. Nach zwei Hallenturnieren am Freitag und Samstag startet der VfB dann am Montag zum Trainingslager nach Dubai.

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