Mit dem höchsten Heimsieg im Revierderby seit 15 Jahren bleibt Schalke 04 Tabellenführer Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga auf den Fersen.

3:1 gegen den BVB! Schalke bleibt Werder auf den Fersen

10. Dezember 2006, 18:58 Uhr

Mit dem höchsten Heimsieg im Revierderby seit 15 Jahren bleibt Schalke 04 Tabellenführer Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga auf den Fersen.

Mit dem höchsten Heimsieg im Revierderby seit 15 Jahren bleibt Schalke 04 Tabellenführer Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga auf den Fersen. Durch ein 3:1 (2:0) in der 128. Auflage des Klassikers gegen Borussia Dortmund wahrten die Königsblauen ihre Chance auf die Herstmeisterschaft. Zugleich baute die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka ihre jüngste Erfolgsserie auf sieben Spiele ohne Niederlage mit 17 von 21 möglichen Punkten aus. Der überragende Christian Pander mit einem Freistoßtreffer aus 38 Metern (14.), Mittelstürmer Kevin Kuranyi mit seinem dritten Tor im dritten Derby (25.) und Peter Lövenkrands mit einem mustergültig abgeschlossenen Konter (47.) schossen den höchsten Sieg der Gelsenkirchener gegen der Erzrivalen vor heimischem Publikum seit dem fünften Spieltag 1991/92 (5:2) heraus. Der BVB kam durch Alexander Frei erst acht Minuten vor dem Ende zum Ehrentreffer.

Die Dortmunder, die drei ihrer fünf Saisonerfolge in der Fremde feierten, kassierten erstmals seit vier Auswärtsspielen wieder eine Niederlage - die 51. in der langen Geschichte des Revierderbys. Nach verhaltenem Beginn, bei dem der BVB zunächst mehr vom Spiel hatte, machten die Gastgeber vor 61.482 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena nach gut zehn Minuten Ernst. Kuranyis Kopfball nach einer Ecke des grandios aufspielenden Pander kratzte Tinga noch von der Linie (11.). Bei Panders Freistoß sahen dagegen Freund und Feind tatenlos zu, wie sich der Ball neben Torhüter Roman Weidenfeller, der nicht die beste Figur machte, ins Netz senkte. Auch beim 2:0 sah der BVB-Keeper nicht gut aus. Nach einer Ecke von Lövenkrands kam Kuranyi im Fünf-Meter-Raum frei zum Kopfball - weder von Weidenfeller noch vom schwachen Gegenspieler Markus Brzenska bedrängt. Beim BVB machte sich das Fehlen von Kapitän Christian Wörns deutlich bemerkbar. Ohne den Routinier war die junge Innenverteidigung nicht nur beim zweiten Gegentreffer überfordert. Schon vor der Pause hätten die Schalker, die ohne den gesperrten Marcelo Bordon auskommen mussten und zunächst auch wieder auf Spielmacher Lincoln verzichteten, auf 3:0 erhöhen können. Pander, der mit Freistößen und Ecken ständig für Gefahr sorgte, scheiterte zweimal nur knapp (28./37.).

Nach der Pause kam bei den Gastgebern im Gegensatz zu vielen anderen Spielen in dieser Saison nicht der rätselhafte Leistungseinbruch. In der Phase kurz nach der Halbzeit, in der sie bislang die meisten Gegentore kassierten, sorgten sie diesmal für die Vorentscheidung. Nach einem Traumpass von Kuranyi spielte Lövenkrands seine Schnelligkeit aus und erzielte das 3:0. Beim BVB, der schon nach 23 Minuten ohne den verletzten Nelson Valdez auskommen mussten, feierte WM-Held Christoph Metzelder sein Comeback. Der Innenverteidiger, der zuletzt am ersten Spieltag auf dem Platz gestanden hatte, kehrte in der 58. Minute nach viermonatiger Zwangspause zurück.

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