Es gibt eigentlich nichts schlimmeres, als sich zu wiederholen.

BVB: Für Youngster Nuri Sahin ist Heimkomplex "Quatsch"

rk
20. November 2006, 09:22 Uhr

Es gibt eigentlich nichts schlimmeres, als sich zu wiederholen.

Es gibt eigentlich nichts schlimmeres, als sich zu wiederholen. Doch wir kommen nicht darum herum: Das Dortmunder Mittelfeld ist an Ideenarmut nicht zu übertreffen. Als Coach Bert van Marwijk darauf angesprochen wurde, nahm er einen anderen Standpunkt ein. "Ich bin nicht damit einverstanden, dass uns die Kreativität fehlt, Nuri hat sie gegen Berlin zum Beispiel gezeigt."

Doch gerade der jüngste Akteur auf dem Feld soll nun die Kastanien aus dem Feuer holen, obwohl mit Steven Pienaar, der ja erneut 77 Minuten auf der Bank schmoren musste, und dem 2,9 Millionen Euro-Einkauf Tinga zwei Regisseure verpflichtet wurden. Hans-Joachim Watzke hatte noch vor der Saison erklärt: "Der Schlüssel unserer Transferpolitik war die abslösefreie Verpflichtung von Pienaar und der Verkauf von Tomas Rosicky an Arsenal London." Der passt aber leider nicht in das schwarz-gelbe Mittelfeldschloss.

Alex Frei, der sich zum wiederholten Mal als Regisseur und Torjäger in einer Person abrackern musst, diplomatisch: "Ich bin nicht jemand, der irgend jemand aus dem eigenen Verein, egal ob Platzwart oder Spieler, in die Pfanne haut." So blieb es dann Sahin vorbehalten, das Fazit für die Schaltzentrale zu ziehen: "Nachdem wir die erste Viertelstunde verpennt haben, wurde doch wirklich alles versucht." Auch er haderte gleich doppelt: "Auf der einen Seite waren das natürlich Fehler von uns, die beim Standard und Konter ausgenutzt wurden, auf der anderen Seite haben wir wiederum unsere Möglichkeiten nicht entsprechend genutzt."

Sein vielsagender Nachsatz: "Wenn Bayern gegen Hertha gespielt hätte, dann hätten sie auch gewonnen."
Ein Blick auf den Fernseher bereitete ihm ebenfalls keine Freude. "Das Tabellenbild macht uns ja nicht unbedingt glücklich." Glücklicherweise folgt nach einem Heim- auch wieder ein Auswärtsauftritt. Der türkische Nationalspieler: "Da müssen wir uns die verlorenen Punkte wiederholen." Von einem Heimkomplex wollte er trotz der inzwischen deprimierenden Bilanz, die nur einen Dreier aus sieben Partien aufweist, nichts wissen: "Das ist absoluter Quatsch. Das haben doch auch die Fans gespürt, die uns super unterstützt haben. Aber irgendwie gehen die Bälle momentan einfach nicht rein."

Autor: rk

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