2:0 in Hannover! Bochum gelingt Befreiungsschlag

03. November 2006, 22:19 Uhr

Fußball-Bundesligist VfL Bochum und seinem zuletzt unter Druck geratenen Trainer Marcel Koller ist der erhoffte Befreiungsschlag gelungen.

Fußball-Bundesligist VfL Bochum und seinem zuletzt unter Druck geratenen Trainer Marcel Koller ist der erhoffte Befreiungsschlag gelungen. Der zuvor in vier Punktspielen sieglose Aufsteiger gewann das Kellerduell bei Hannover 96 mit 2:0 (1:0) und gab die `rote Laterne´ des Tabellenletzten durch seinen ersten Auswärtserfolg zumindest bis zum Samstagnachmittag an die Niedersachsen ab. Hannover wartet hingegen nun schon seit sechs Partien auf ein Erfolgserlebnis und ist seit dem 18. März ohne Heimsieg. Vor 30.042 Zuschauern in Hannovers WM-Arena erwischte der VfL einen Traumstart und ging durch Pavel Drsek bereits nach vier Minuten in Führung.
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Der tschechische Innenverteidiger nutzte nach einer Freistoß-Hereingabe von Oliver Schröder die Zuordnungsprobleme in der 96-Hintermannschaft und drückt den Ball aus kurzer Entfernung ins Netz. Theofanis Gekas erhöhte auf 2:0 (76. ). Der erste Spielabschnitt entsprach über weite Strecken den Tabellenpositionen der beiden Teams. Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten häuften sich, vom geradlinigen Aufbau war meist nur wenig zu sehen. Bei Hannover wirkte das zuletzt hochgelobte Spielmacher-Talent Jan Rosenthal in der Rolle hinter den Spitzen oft überfordert, bei Bochum wurde Regisseur Zvjezdan Misimovic (Wadenverletzung) schmerzlich vermisst. Die Platzherren erkämpften sich zwar ein optisches Übergewicht, die besseren Möglichkeiten hatten jedoch die Gäste. So hätten Fabio Junior (11.) und zweimal Gekas (20. und 24.) nach der Bochumer Führung noch vor der Pause erhöhen können.

Entweder stand jedoch der einmal mehr starke 96-Keeper Robert Enke im Weg, oder die Westfalen scheiterten an ihrer Schwäche im Abschluss. Hannover hatte seine erste große Chance erst drei Minuten vor dem Seitenwechsel, Drsek und David Pallas schlugen den Schuss von Jiri Stajner aber mit vereinten Kräften von der Torlinie. Nach der Pause wechselte 96-Trainer Dieter Hecking in Erik Jendrisek und Silvio Schröter zwei neue Offensivkräfte ein, der erhoffte Effekt blieb aber zunächst aus. Hannover hatte die Partie zwar weitgehend im Griff, ohne den verletzten Ex-Nationalstürmer Thomas Brdaric fehlte jedoch die Durchschlagskraft. Bochum lauerte derweil in Person des beweglichen Gekas auf Konterchancen und hatte damit 14 Minuten vor dem Abpfiff auch Erfolg.

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