Mit Eintracht Trier schlägt ein arg ramponierter Gegner an der Hafenstraße auf, was die Aufgabe für Rot-Weiss Essen nicht unbedingt leichter macht.

RWE - Eintracht Trier

Bronze ist das neue Gold

Aaron Knopp
01. April 2010, 14:03 Uhr

Mit Eintracht Trier schlägt ein arg ramponierter Gegner an der Hafenstraße auf, was die Aufgabe für Rot-Weiss Essen nicht unbedingt leichter macht.

Noch im Oktober sorgte Eintracht Trier bundesweit für Furore. Hannover 96 und Arminia Bielefeld schaltete der Regionalligist im DFB-Pokal aus und schickte sich auch im Ligabetrieb an, ganz oben mitzumischen. Als RWE Anfang Oktober in die Porta-Nigra-Stadt reiste, mussten sie beinahe Angst haben, unter die Räder zu kommen. Doch es kam ganz anders: Rot-Weiss Essen gewann mit 4:0, Trainer Mario Basler musste im Saisonverlauf sogar seinen Hut nehmen, Trier ist regelrecht abgestürzt. „Die haben über den Pokal ein bisschen den Ligaalltag vergessen. Und seit dem hat sich Trier nie wieder so ganz bekrabbelt“, sagt Essens Trainer Ralf Aussem. „Und ich hoffe, das bleibt noch ein paar Tage so.“

Zumindest bis zum Gastspiel der Eintracht an der Hafenstraße am Gründonnerstag. Doch Erkenbrecher warnt noch mal eindringlich: "Die sind vielleicht nicht ganz so rustikal, aber das wir ein ähnliches Spiel wie gegen Worms". Das sollte als mahnendes Beispiel genügen. Zudem brennt bei den Gästen der Baum. Nach der jüngsten 1:2-Niederlage gegen Leverkusen II kam es sogar zu tumultartigen Szenen, Spieler und Verantwortliche sollen von den eigenen Fans, sogar körperlich, attackiert worden sein. Erst Polizei und Ordnungskräfte konnten die Lage entschärfen. Man darf also gespannt sein, wie die Eintracht auf diese Vorfälle reagiert.

Sportlich will RWE zur Stabilisierung der Lage an der Mosel aber natürlich nicht beitragen, die Essener haben nichts zu verschenken. Erkenbrecher will zumindest noch etwas höher als bislang hinaus: „Bochum hat eine richtig gute Mannschaft. Wenn wir die noch verdrängen könnten und am Ende Dritter werden, wäre ich unter den gegebenen Umständen stolz darauf.“ Schließlich wäre er das dann wohl, der häufig bemühte versöhnliche Saisonabschluss.

Autor: Aaron Knopp

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