MSV-Koch: "Worauf es ankommt..."

24. Februar 2006, 10:26 Uhr

Georg Koch ist ein Typ, der vorangeht. Ein Leader. Einer, der bedingungslos anspricht, woran es hapert.

"Im Abstiegskampf", zeigt der MSV-Kapitän auf, "musst du laufen, kratzen, beißen, spucken. Das müssen wir unbedingt drin haben, wir müssen jede Mannschaft regelrecht niederfighten."
Exakt das fehlte beim Auftritt an Kochs alter Wirkungsstätte. In Leverkusen schauten die Duisburger phasenweise nur zu und konnten froh sein, dass Bayer kein Schützenfest veranstaltete. Koch: "Leverkusen kann nicht vertragen, wenn man aggressiv gegen sie spielt. Die haben zwischendurch mit Hacke, Heber gespielt, wir fingen plötzlich genauso an. Das können wir aber nicht."
Trainer Jürgen Kohler fand entsprechende Worte, rüttelte die Truppe zur Pause wach. "Wir hätten nach dem Ausgleich das 3:2 machen können, bestraften uns aber selbst mit dem Platzverweis", rekapituliert "Schorsch". Der Schlussmann blickt auf den kommenden Gegner: "Wir haben jetzt zuhause Hertha und sind in einer Situation, in der wir Siege einfach erzwingen müssen, weil dir gesagt wird: Wenn jetzt nicht, dann..." Koch ballt die Faust: "Der Glaube ist jetzt das A und O. Jetzt wird sich zeigen, ob du mit dem Druck umgehen kannst."

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