02.07.2018

U19

RWO will sich in der Bundesliga etablieren

Foto: Christoph Wojtyczka

Der Klassenerhalt im zweiten Jahr der Zugehörigkeit war schon ein starkes Stück. Dimi Pappas und Benjamin Weigelt haben noch mehr Ziele.

Die zweite Bundesliga-Saison für einen Aufsteiger gilt bekanntlich als die schwerste. Auch für die U19 von RW Oberhausen war nach dem späten Klassenerhalt im vergangenen Jahr vieles unklar. Nahezu eine komplett neue Mannschaft mit neuem Trainerteam ging auf die schwierige Mission, erneut mindestens drei Teams hinter sich zu lassen. Ein Ziel, das die Kleeblätter mit Bravour meisterten.

Denn nicht nur schaffte die Truppe von Trainer Dimitrios Pappas vorzeitig den Ligaverbleib; im Grunde gerieten die Rot-Weißen während der Saison nie ernsthaft in Abstiegsgefahr. Der Lohn gab es am Ende mit einem starken siebten Rang. „Mit so einem Abschluss hätte keiner gerechnet, was uns natürlich freut. Unser Ziel ist, dies fortzusetzen und uns für die Region als Bundesligist zu etablieren. Ähnlich wie es der MSV geschafft hat“, sagt Pappas.

Die Spieler haben sich entwickelt
Auch sein Co-Trainer Benjamin Weigelt ist mit dem Erreichten mehr als zufrieden: „Wenn man sieht, dass selbst so eine starke Mannschaft wie Gladbach unten reinrutschen kann, ist es umso höher zu bewerten, wie die Jungs gearbeitet und sich entwickelt haben. Der siebte Platz ist völlig verdient.“ Dabei schien dieser zu Beginn alles andere als selbstverständlich. Denn der Saisonauftakt zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf ging 0:4 verloren. „Da haben wir definitiv Lehrgeld gezahlt. Wir haben der Mannschaft ein neues System mitgegeben und das muss sich auch erstmal einspielen. Allerdings haben wir umgehend die Wende geschafft.“

Am dritten Spieltag gab es mit dem 1:0 gegen Paderborn den ersten Dreier der Saison. In der Folge sorgte das Team vor allem auf fremden Plätzen für Furore und landete am Schluss gar auf Platz drei der Auswärtstabelle. Nur knapp hinter Schalke und Bochum. Im heimischen Stadion Niederrhein gab es dagegen deutlich weniger Jubel. Auch ein Grund, warum es am Ende nicht sogar für mehr reichte. Weigelt: „Definitiv haben wir uns zu Hause zu selten belohnt. Auswärts hat es wegen unserer schnellen Spieler und des guten Systems einen Tick besser geklappt. Außerdem spielte uns bei einigen Partien oft eine frühe Führung in die Karten.“
Richtig Ehrgeiz entfacht
Ebenfalls auffällig: Am Ende der Spielzeit gab es gegen die erste Drei der Liga keinen einzigen Zähler zu holen. Sowohl gegen Schalke, als auch gegen Dortmund und Bochum zog RWO stets den Kürzeren. Mal mehr, mal weniger deutlich. „So klare Niederlagen wie gegen Dortmund stören uns natürlich. Oder wenn wir zweimal in Folge verlieren, weil wir uns mittlerweile auch als gestandene Bundesligamannschaft sehen“, erklärt Pappas.

So wichtig wie der Klassenerhalt selbst, ist für das Trainerduo die Weiterentwicklung der Spieler. Denn schließlich ist es für sie ein entscheidendes Jahr in ihrer fußballerischen Entwicklung. Auch mit Blick auf mögliche Einsätze bei der ersten Mannschaft. Für die kommende Saison werden mit Rinor Rexha, Ahmet-Malik Uzun und Mike Jordan drei Spieler zum Kader von Mike Terranova hochkommen. Vor allem Innenverteidiger Jordan gehörte bereits zur Startelf der ersten Mannschaft und war auch beim Sieg im Niederrheinpokal gegen RWE eine feste Größe.

Ausbildung ist das Ziel des Vereins

„Wir wollen unsere Spieler nach oben bringen. Wenn es für die erste Mannschaft reicht, freut uns das umso mehr. Da bleiben wir unserer Linie treu, schließlich ist dies das Ziel des gesamten Vereins“, so Pappas.

Für seine eigene Mannschaft hat es mit dem Gewinn des U19-Niederrheinpokals nicht geklappt. Im Finale gegen den Niederrheinligisten Wuppertaler SV gab es eine verdiente 1:3-Niederlage. „Es war eine unserer schlechtesten Saisonleistungen. Das ist in einem Finale natürlich schade. Es wäre für eine tolle Sache gewesen, im DFB-Pokal dabei zu sein.“ Doch auch aus dieser Pleite zieht Pappas das Positive für die Entwicklung seiner Jungs: „Niederlagen, egal wie bitter sie sind, gehören zum Lernprozess dazu. Wahrscheinlich lernt man aus ihnen mehr als aus Siegen. Auch wenn ich das Finale lieber gewonnen hätte.“

Autor: RS

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