23.05.2017

BVB U19

Meister-Coach Hoffmann ist stolz und dankt Hannes Wolf

Foto: firo

Borussia Dortmunds U19 hat den FC Bayern München im Elfmeterschießen mit 8:7 (0:0) besiegt und ist Deutscher A-Junioren-Meister.

Dortmunds U19-Coach Benjamin Hoffmann grinste über beide Ohren. Gerade hatte er mit dem BVB den A-Junioren-Meistertitel gegen den FC Bayern München gewonnen. Vor einer Rekordkulisse von 33.450 Zuschauern im heimischen Signal-Iduna-Park - direkt vor der Südtribüne. Als "unbeschreiblich" empfand der Nachfolger vom heutigen Aufstiegstrainer des VfB Stuttgart, Hannes Wolf, die Momente, die er soeben erleben durfte. RevierSport hat mit dem 37-jährigen Meistertrainer über das Finale gesprochen.

Benjamin Hoffmann, herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der Deutschen A-Junioren-Meisterschaft. Wie groß war die Anspannung auch für Sie als Trainer, vor so einer großen Kulisse im Signal-Iduna-Park bestehen zu müssen?
Wir hatten zum Glück gar keine Anspannung. Wir haben im Vorfeld gesagt, dass wir dieses Gefühl mitnehmen wollen und uns darüber puschen möchten. Ich hatte in den ersten zehn Minuten allerdings nicht das Gefühl, dass das so funktioniert hat (lacht). Da waren in der Anfangsphase schon die ein oder anderen wackligen Füße dabei, aber wir haben uns dann in die Partie hineingekämpft. In der zweiten Halbzeit haben wir ein phantastisches Spiel gemacht und uns leider nicht belohnt. Danach wurden die Beine natürlich müde. Dennoch finde ich, dass wir am Ende der verdiente, wenn auch glücklichere Sieger waren.

Kann man so junge Spieler auf ein Elfmeterschießen vor so vielen Zuschauern überhaupt noch einstellen und Worte dafür finden, um Sie darauf entsprechend vorzubereiten?
Wir haben in den letzten Wochen immer wieder Elfmeter trainiert, weil wir wussten, dass so etwas passieren kann. Die Kulisse kannst du natürlich nicht nachmachen. Wie die Jungs damit umgegangen sind, das war unglaublich. Die Drucksituation wurde ja mit jedem Elfmeter immer größer. Ich bin stolz, wie die Jungs das umgesetzt haben.

Wie hoch ist dieser Titel einzuschätzen? Vor der Saison galt der BVB als großer Favorit. Sie haben dann mittendrin Spieler wie Felix Passlack, Dzenis Burnic und auch Christian Pulisic verloren, die immer wieder hoch zu den Profis gegangen sind. Hinzu kommt der Trainerwechsel, mit Ihnen als Neuling.
Für mich ist dieser Titel der Wahnsinn, denn es ist mein erster Titel als Trainer. Wir haben so vielen Hürden genommen, hatten viele Verletzte und mussten immer wieder Spieler an die Profis abgeben. Dieser Jahrgang wurde von außen immer wieder über den Klee gelobt, womit die Jungs aber gut umgegangen sind. Alle Spieler hatten ihre Einsatzzeiten und haben das super gemacht. Deshalb sind wir alle verdiente Meister.

Als es den Trainerwechsel gab, hieß es kurz, man müsse die Saison vernünftig zu Ende spielen, da es nicht gut lief. Was ist dann passiert, dass die Mannschaft am Ende doch mit dem Titel in der Hand da steht?
Ich würde nicht sagen, dass es nicht gut lief. Wir waren Tabellendritter und was Hannes Wolf hier in den Jahren zuvor für eine Arbeit abgeliefert hat, das ist einfach nur unglaublich. An dieser Stelle auch noch einmal einen riesigen Dank an Hannes, wie er mir diese Mannschaft übergeben hat. Wir haben mit einer Siegesserie mit wichtigen Siegen gegen Leverkusen und Schalke gemerkt, dass wir wieder dran sind. Danach kam dieser Wille, den Titel noch gewinnen zu können, wieder hinzu. Mit einer unglaublichen Einstellung und unbändigem Willen hat es dann doch noch funktioniert. Ich bin einfach nur stolz auf meine Jungs.

Norbert Elgert hat von einem Jahrhundertjahrgang der Dortmunder U19 gesprochen. Hat er damit Recht?
Wenn alle unsere Spieler immer da gewesen wären, gäbe ich Herrn Elgert Recht, aber diese Situation gab es ja in dieser Saison nie. Es gab einen Christian Pulisic nicht für uns. Jacob Bruun-Laarsen ist langzeitverletzt und im Finale war Orel Mangala gesperrt. Wir haben also immer mit einer Mannschaft gespielt, die dezimiert war. Dementsprechend ist der komplette Kader auch einfach der Gewinner.

Wie geht es in den nächsten Tagen weiter?
Dienstag geht es schon nach Mallorca. Da wird richtig die Post abgehen und das haben wir uns auch verdient.

Autor: Marlon Irlbacher

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