01.02.2010

Germania Gladbeck: Aus

"Da war nichts mehr zu machen"

Wie in den offiziellen Mitteilungen des FLVW vom 29. Januar veröffentlicht worden ist, ist der Verein DJK Germania Gladbeck nicht mehr Mitglied des Verbandes.

Siegfried Hirche, Fußballausschuss-Vorsitzender des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen, bedauerte die Entscheidung: "Wir wollen jedem die Möglichkeit bieten, am Spielbetrieb teilzunehmen. Normalerweise werfen wir einen Verein nicht so schnell aus dem Verband. Aber uns blieb in diesem Fall nichts anderes mehr übrig."

Trotz mehrfacher Aufforderungen habe Germania Gladbeck Zahlungsrückstände nicht beglichen, begründete der Funktionär das konsequente Handeln. "Es war ständig Unruhe in dem Verein. Gladbeck hat sich in jeder Beziehung geweigert, mit uns zusammen zu arbeiten. Da war nichts mehr zu machen."

Eine Rückkehr in den Verband hält Hirche nicht für unmöglich, doch aber für relativ unwahrscheinlich. "Der Verein hat sich zuletzt überhaupt nicht mehr gerührt. Falls die Zahlungen komplett geleistet werden sollten, dann könnte es vielleicht zu einer Wiederaufnahme kommen. Aber das ist sehr schwierig." Hierzu müsste der Verein zunächst einen Antrag stellen, dem der FLVW zustimmen müsse.

Und dann wäre immer noch fraglich, in welcher Liga die Germania an den Start gehen dürfe. "Die Satzung sagt, dass neuaufgenommene Vereine in der untersten Spielklasse wieder aufzunehmen sind", so der Verbandschef. Eine Rückkehr in die Bezirksliga - Gladbeck steht bereits als erster Absteiger der Landesliga-Saison 2009/2010 fest - wäre für die DJK nur im Ausnahmefall möglich.

Beim Verein selbst sah man sich am Montag noch nicht in der Lage, eine Stellungnahme abzugeben. Germanias 1. Vorsitzender Rolf Schobert wollte den Vorgang gegenüber RevierSport nicht kommentieren.

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