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"Essen macht es stark"
Preußen Münster als fairer Verlierer

(6) Kommentare
Preußen Münster, Preußen Münster
Foto: Thorsten Tillmann

Für die Spieler von Preußen Münster glich der Westschlager einer Achterbahnfahrt. Einer frühen 2:0-Führung folgte eine späte 2:3-Niederlage. Die Verlierer würdigten den Sieger.

Lange trauerten die Adlerträger dem ersten Spielabschnitt gegen Rot-Weiss Essen nach, in dem sie nahezu das komplette Geschehen im Griff hatten. „Wir sind super in die Partie gestartet, hatten das Spiel komplett unter Kontrolle“, fasste Münsters Doppeltorschütze Thorben Deters Durchgang eins zusammen, in dem Essen nur zweimal aus der Distanz für Gefahr sorgen konnte. „In der ersten Halbzeit waren wir voll da, haben uns mit zwei schönen Toren belohnt“, unterstrich SCP-Trainer Sascha Hildmann.

Doch nach der Pause war von dem souveränen Auftritt der Domstädter zunächst nicht mehr viel zu sehen. Nur fünf Minuten nach Wiederbeginn verkürzte RWE in Person von Kevin Holzweiler – zu einem aus Essener Sicht psychologisch äußerst wertvollen Zeitpunkt. „Das frühe Tor hat Essen in die Karten gespielt“, wusste Deters um die Bedeutung eines rechtzeitigen Anschlusstreffers in einem hitzigen Derby zweier Aufstiegsaspiranten. „Wir dürfen den Fehler zum 2:1 nicht machen“, befand auch Münsters Mann an der Seitenlinie.

Deters über RWE: „Natürlich haben die Qualität“

In den noch folgenden 40 Minuten nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch die Rot-Weissen musste Hildmann schließlich mit ansehen, wie seine Mannschaft immer mehr den Faden verlor und noch zwei weitere Gegentore hinnehmen musste. „Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht mehr griffig, kamen jeden Schritt zu spät“, gab Mittelfeldmann Nicolai Remberg nach der späten 2:3-Pleite enttäuscht zu Protokoll.

Nebenmann Dennis Daube zeigte sich ähnlich macht- und sprachlos über die dargebotene Leistung in den zweiten 45 Minuten: „In der zweiten Halbzeit war es deutlich zu wenig. Man hinterfragt sich, was in dieser Halbzeit passiert ist.“ Zugleich musste der Ex-Berliner aber auch neidlos anerkennen, dass RWE Moral und spielerische Klasse bewiesen hatte. „Essen macht es stark“, sagte Daube, der sich durchaus als fairer Verlierer präsentierte. Genauso wie Fünf-Tore-Mann Thorben Deters, der feststellen musste: „Natürlich haben die Qualität.“

Wenig später schalteten die Preußen aber schon wieder in den Angriffsmodus. „Wir müssen das Spiel schnell aufarbeiten“, wollte sich Daube nicht allzu lange mit der bitteren Niederlage aufhalten, sondern vielmehr den Blick voll und ganz auf die noch ausstehenden 31 Aufgaben legen. Denn: „Die Saison ist lang genug.“ Lang genug für einen möglichen Zweikampf zwischen Rot-Weiss Essen und Preußen Münster, die ihre Favoritenrolle in einem erstklassigen Westschlager eindrucksvoll untermauert haben.

RWE: Was macht eigentlich... Ali Bilgin?
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KOMMENTARE

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Baby 2021-09-15 11:22:36 Uhr
Hallo RS, bei dem Passus "Lang genug für einen möglichen Zweikampf zwischen Rot-Weiss Essen und Preußen Münster, die ihre Favoritenrolle in einem erstklassigen Westschlager eindrucksvoll untermauert haben." vergesst mal nicht, dass da noch 2-3 andere Mannschaften das Potential haben zu stören. Fixiert Euch nicht nur von vorne herein auf diese zwei.
Preussenpower 2021-09-15 12:56:21 Uhr
Ich war gestern Zeuge eines echten Spitzenspieles.
Exxen kam gestern sicherlich die Verletzung, des bis dato besten Mannes auf dem Platz zugute.
Nichtsdestotrotz war der Sieg der Exxener zum Schluß nicht unverdient.
Trotzdem geile Stimmung, tolle Atmosphäre und ein super Spiel,eine echte Werbung für den Fussball.

Das die Exxener nach dem Spiel
-händchenhaltend mit den Doofmundern- jagd auf Rentnern und Familien gemacht hat,spricht für sich.
Waren Asis,
Sind Asis,
und werden immer Asis bleiben....
Baby 2021-09-15 13:13:06 Uhr
Nein, nicht "die Essener" (oder "Exxener..." für Rechtschreibunkundige). Und auch nicht "die Dortmunder" (jaja, oder "Doofmunder"Zwinker im Allgemeinen. Sondern das Pack, denen Fußball völlig Wurscht ist. Laut Berichten waren auch 120 aus dem Preußen-Lager zugegen und beteiligt, deswegen sind es aber nicht "die Münsteraner". Diese Allgemeingültigkeit ist völliger Unsinn und wird der Ursache nicht gerecht. Im Gegenteil, es zündet schon einmal die Lunte für die Zukunft an. Das Gesindel gibt es bei den meisten Vereinen, mal zwei mehr oder weniger. Aber es sind letztendlich einfach nur existenzgescheiterte Würstchen, die sich farbenunabhängig eine Bühne suchen. Die richtige Reaktion wäre nicht "die" sondern "jeder einzelne": ausfindig machen, aus den Stadien verbannen und da treffen wo es weh tut (Geld, Öffentlichmachung/Transparenz (es freuen sich die Arbeitskollegen), Führerscheine, Haft (erklär das mal auf der Arbeit - sofern vorhanden), und vieles mehr...).

Zum Spiel: Da geb ich Dir Recht.
Carlos Valderrama 2021-09-15 13:38:42 Uhr
Zurück zum Spiel, das Spiel ist wichtiger als diese Randalierer.

Es stimmt dass es eine Momentaufnahme ist. Sind grade mal 6 Spiele (im Schnitt) von 38 gemacht. Trotzdem war es ein 6-Punkte-Spiel, und das nehmen wir von RWE sehr gern mit. Das kann schon am Ende emtscheidend sein.

Generell aber ist hier viel zu viel von dem Zweikampf RWE und SCP die Rede. Tatsächlich haben beide Teams nur eingeschränkt überzeugt, besonders Preussen muss zeigen, dass sie auch Spitzenmannschaften schlagen können. RWE hat bisher den WSV, Fortuna K., und nun eben den SCP besiegt. Bei Preussen sehe ich dagegen keinen geschlagenen Top-Konkurrenten.

Neben RWE und SCP sind noch die beiden Kölner Teams, der WSV, RWO, und evt. Fortuna 2 aus meiner Sicht echte Kandidaten für Platz 1.
Oldschool 2021-09-15 13:41:05 Uhr
zu dem Nachspiel ist alles gesagt.

Wie schon beschrieben, das Spiel war wirklich Werbung für den Fussball mit vielleicht einem glücklichen Sieger. Auch ein Unentschieden wäre ok gewesen. Aber so gefällt es mir natürlich besser.
Es ist natürlich noch ein wahnsinnig langer Weg, aber wer solche / diese Spiele gewinnt, hat das Zeug zum Aufsteigen.
Bitte mehr davon !
Labernich 2021-09-15 17:14:36 Uhr
Fairer Verlierer, sehe ich nicht so, nach dem Verlauf! Möchte nicht Wissen wie sie's hätten raushängen lassen wenn sie gewonnen hätten. Vermutlich haben sie sich in der der ersten Hälfte auch verausgabt, spricht nicht für Professionalität!

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