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Wuppertaler SV
Für Hutwelker wird es eng

WSV: Hutwelker steht frühzeitig gewaltig unter Druck

Gegen Gladbach II soll für den WSV alles anders, besser werden. Der selbsternannte Aufstiegsfavorit steht schon früh in der Saison mächtig unter Erfolgsdruck.

„Unser Präsident hat das Ziel schon vor Beginn der Spielzeit so klar formuliert, deshalb stehen wir seit dem ersten Spieltag unter Druck. Eigentlich ändert sich nichts für uns“, will Coach Karsten Hutwelker keinen zusätzlichen Druck verspüren.Doch der Trainer weiß nur zu genau, was wohl passieren wird, wenn es im Grenzlandstadion in Rheydt keinen WSV-Erfolg gibt. „Wir alle verfolgen das Ziel, Ende Mai Erster in der Tabelle zu sein. Deshalb ärgert mich die aktuelle Situation unheimlich. Umso mehr enttäuscht es mich, bis wohin das alles schon gekommen ist“, sagt Hutwelker und meint die Diskussion um seine Person.

Nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Verl gab Wuppertals 1. Vorsitzender Friedhelm Runge nämlich bekannt, dass er alles hinterfragen wolle, dazu gehöre auch die Trainerfrage. Letztendlich ist Hutwelker (noch) der Übungsleiter des WSV. Gemeinsam will man nun gegen die „kleinen Fohlen“ die Kehrtwende schaffen. Hutwelker. „Hier geht es nur um das Ergebnis. Denn bislang haben wir wirklich nicht schlecht gespielt. Die vier Spiele, die wir unentschieden gespielt haben, hätten wir gewinnen müssen“, erinnert Hutwelker an die ordentlichen Vorstellungen. Doch ordentlich spielen, reicht WSV-Boss Runge schon lange nicht mehr aus. In dieser Saison zählt für den Mäzen nur der Aufstieg, alles andere wäre mit diesem aufgerüsteten Kader eine große Niederlage.

"Ich kann an den Gedankengängen nichts ändern"

Apropos Niederlage. Bei der nächsten Pleite steht Hutwelker vor dem Aus. „Ich kann an den Gedankengängen des Vorstands nichts ändern. Auch wenn ich das nicht verstehe, so sind aber heute wohl die Gesetzesmäßigkeiten im Fußball. Doch wir haben noch lange nicht gegen Gladbach verloren“, unterstreicht der in die Kritik geratene 40-Jährige.

Mit dieser muss der ehemalige Profi jedoch lernen umzugehen - allen voran in Wuppertal. „Ich muss zugeben, dass hier alles etwas brisanter ist. Hier kann man den Leuten es nur sehr schwer recht machen“, sagt der gebürtige Wuppertaler und erklärt: „Als ich am ersten Spieltag auf Jan-Steffen Meier gesetzt habe, der bislang eine überragende Saison spielt, haben alle nur mit dem Kopf geschüttelt. Nun lasse ich den Jungen ein Mal draußen, weil ich einen 19-Jährigen nicht unnötig verheizen will und werde von allen Seiten kritisiert. Ich kann das alles nicht nachvollziehen.“

Hutwelker bleibt nichts anderes übrig, als am Samstag drei Punkte zu holen. Nur dann wird (vorerst) wieder etwas Ruhe rund um das heiße Pflaster Wuppertaler SV einkehren. „Ich weiß, worauf ich mich hier eingelassen habe. Ich werde auch nicht nervös. Wir müssen endlich nur mal die Trainingsleistungen bestätigen. Dann mache ich mir keine Sorgen um eine erfolgreiche Saison.“

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