RWO-II-Coach Thomas Thiel war erleichtert. Für ihn stand fest: Gegen Krefeld, ein Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, mussten auf jeden Fall drei Punkte her.
Dass seine Mannschaft dann einen so guten Tag erwischt, damit hätte er nicht gerechnet. Nach 20 Minuten lag Oberhausen schon mit 3:0 in Führung. Auch weil Gökan Lekesiz bereits zwei seiner insgesamt drei Treffer des Tages verwandelt hatte - unter anderem einen Foulelfmeter (17.), über den sich nicht streiten ließ. "Das Foul an Kevin Menke war eindeutig", sagte Thiel. "Da gab es keine zwei Meinungen und der Schiri hat auch direkt auf den Punkt gezeigt."
Als es zur Halbzeit dann 3:1 stand, wollte sich Thiel nicht vom schönen Schein trügen lassen. "Ich bin in die Kabine gegangen und habe gesagt, dass das Spiel noch nicht erledigt ist und dass wir weiter spielen werden, als würde es 0:0 stehen." Und sein Plan ging auf. Erneut Lekesiz (63.) und Kevin-Dean Krystofiak (78.) machten die Tore vier und fünf - da konnte der Trainer auch über die beiden Gegentreffer hinwegsehen die Tore Mertens (28.) und Kevin Breuer (83.) für die Fischelner erzielten. "Wir müssen unbedingt mal wieder zu Null spielen, aber solange wir vorne fünf gemacht und die drei Punkte in Oberhausen gehalten haben, ist alles in Ordnung. Den Sonntagabend werde ich auf jeden Fall noch genießen."