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Preisanstieg um über 700 Euro - Amateur-Klubs verärgert

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Foto: Markus Weissenfels

Mit einem Preisanstieg von über 700 Euro überraschte der Streamingdienst sporttotal die Amateur-Klubs des Landes. Außerdem schreibt der Anbieter rote Zahlen.

Das Streaming-Unternehmen Sporttotal schreibt rote Zahlen. Aber nicht aus diesem Grund wird es für die Amateur-Klubs des Landes zur kommenden Saison teurer.

Erst seit dieser Saison ist sporttotal exklusiver Partner der Regionalliga-West und zeigt alle 306 Spiele live. Für die Spiele müssen die Fans einzeln bezahlen, die Preise variieren dabei je nach Begegnung. Highlight gibt es allerdings kostenlos zu sehen.

Jetzt gibt es aber den Preisschock für die Amateurklubs, die sich die Kamerasysteme von sporttotal installieren ließen. Ab der kommenden Saison 2023/24 setzt der Anbieter auf ein moderneres Kamerasystem. In dieser Saison kostete das System humane 118,80 Euro, ab der kommenden Saison dann aber satte 838,80 Euro pro Saison. Ein unfassbarer Preisanstieg von über 700 Euro.

Große Verärgerung bei Amateurklubs

Der Ärger bei den Amateurklubs des Landes ist groß. Sporttotal-Geschäftsführer Peter Lauterbach begründet die immense Erhöhung wie folgt: „Um Sporttotal zu einem noch hochwertigeren Angebot für die Fußballvereine in Deutschland ausbauen zu können, haben wir unsere Strategie überarbeitet und werden die Berichterstattung zukünftig im Rahmen einer Technologiepartnerschaft mit der Deutschen Telekom auf ein neues Level heben."

Die bestehenden Verträge wird sporttotal also aufkündigen. Immerhin soll das neue Kamerasystem über eine Panocam beinhalten, um den Trainern eine bessere Ganzfeld-Spielanalyse zu ermöglichen. Kritik und Entsetzen gibt es allerdings trotzdem an allen Ecken und Enden. Die Vereine der sechstklassigen Landesliga Nordwest in Bayern haben sich zum Beispiel dazu entschlossen den Erhöhungen nicht zuzustimmen.

Rote Zahlen bei sporttotal

Die neue Partnerschaft mit der Telekom wird indes auch wirtschaftliche Gründe haben. Als große Ankündigung hieß es vom DFB im Jahr 2017 „Amateurfußball live“, als die Partnerschaft mit sporttotal verkündet wurde. Bei den aktuellen roten Zahlen, die sporttotal schreibt, darf man gespannt sein, wie lange es den noch zu sehen gibt. In den fünf Jahren seit dieser Ankündigung hat die Aktie des Unternehmens nämlich um knapp 80 Prozent an Wert verloren. In den Jahren 2020 und 2021 lag das Konzernminus vor Steuern bei jeweils um die 12 Millionen Euro.

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