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SV Fortuna Herne
Demps' schwierige Reise ins Ungewisse

Fortuna Herne: Demps' Reise ins Ungewisse

Als die Favoriten am Wochenende beim Cranger Kirmes Cup um insgesamt 7.000 Euro Preisgeld kämpften, musste Fortuna Herne - wenig überraschend - zuschauen.

Das Ausscheiden in der Vorrunde war an sich auch keine Schande. Die Art und Weise, wie sich der Landesligist präsentiert hatte, ärgerte den Trainer aber dann doch: "Das Turnier war aus meiner Sicht eine reine Enttäuschung. Wir konnten bei Weitem nicht das zeigen, was wir uns vorgenommen hatten und deshalb muss ich sagen, dass vor der Saison offenbar noch verdammt viel Arbeit auf mich wartet", erklärte Ede Demps.

Immerhin konnte sich sein Team von den klassenhöheren gegnern wie Westfalia Herne und der Spvgg. Erkenschwick einiges abschauen. "Es ging darum Erfahrung zu sammeln, unser Kader hat ein Durchschnittsalter von knapp 22 Jahren. Denn es sind noch einmal junge Spieler hinzugekommen, denen habe ich in Sodingen auch die Chance gegeben, sich anzubieten."


Die Ausbeute war indes alles andere als berauschend, Demps will gar nicht erst versuchen, irgendetwas schönzureden: "Wir haben nicht die Leistung gezeigt, die ich mir erhofft hatte, sondern uns als Kanonenfutter präsentiert, das war schelchter als ich mir das vorgestellt habe. In drei Spielen haben wir zwölf Tore kassiert und keins geschossen - da kann man nicht zufrieden sein. Und das macht auch ein bisschen die Stimmung kaputt. Wir wissen aber, wo der Hebel anzusetzen ist, haben allerdings noch einen Haufen Arbeit vor uns."

Vor allem, weil die neue Saison eine Reise ins Ungewisse wird - bisher ist noch nicht klar, wie viele Teams aufgrund der Spielklassen-Neuordnung im FLVW am Ende der Spielzeit absteigen. Fest steht nur: Die Zahl der Landesligen reduziert sich von fünf auf vier, von 15 Bezirksligen werden nur 12 übrig bleiben. Auch Demps sieht noch nicht ganz durch: "Steigen sechs ab, steigen acht ab oder sogar bis zu neun? Man hört alles Mögliche und ist schon besorgt - wir müssen abwarten, was der Verband nun entscheidet. Sollten es nur drei oder vier Absteiger geben, könnte es für uns nach der in der Vorbereitung gezeigten Leistung schon schwer genug werden. Sind es aber acht, so wie man munkelt, dann ist das für uns eine Katastrophe, dann wird es ganz schwer für uns, die Liga zu halten."

So pessimistisch das auch klingt - die Flinte will der Coach der Fortunen soll schnell nicht ins Korn werfen: "Es macht ja auch Spaß, so eine schwere Aufgabe vor der Brust zu haben. Und genau die werde ich jetzt angehen."

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