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FC Preußen Hochlarmark
"Wir sagen nicht Nein zum Aufstieg"

Preußen Hochlarmark: Neustart in der Kreisliga

Anfang 2011 meldete der 1. FC Preußen Hochlarmark seine Mannschaft aus der Bezirksliga ab. Jetzt startet ein neues Team in der Kreisliga - vom Aufstieg ist die Rede.

Im Sommer 2010 kündigte der Verein erhebliche finanzielle Einschränkungen an. Die Spieler der Bezirksliga-Mannschaft sollten nicht mehr „als bezahlte Fußballer“ gehandelt werden, erklärt der heutige Trainer Stephan Erdt. Die logische Konsequenz: Viele Spieler bekamen lukrative Angebote finanzstärkerer Vereine und verließen Preußen Hochlarmark. Andere bemühten sich selbst um neue Vereine. „Es entwickelte sich eine gewisse Eigendynamik und irgendwann waren alle Spieler weg“, erinnert sich Erdt.

Mit Müh und Not gelang es dem Verein trotzdem eine Bezirksliga-Mannschaft für die Saison zu melden. Der Kern bestand aus der bisherigen Zweitvertretung. „Die Spieler hatten Potenzial, haben es aber nie geschafft, zu einer Mannschaft zusammen zu wachsen“, verdeutlicht Erdt, warum das Team letztlich scheiterte. Zu unterschiedlich waren die Zielvorstellungen, zu unterschiedlich die Charaktere – es gab keinen Zusammenhalt und keine sportlichen Erfolge. Im Januar 2011 ging es schließlich nicht mehr weiter. Die Mannschaft wurde aus der Liga zurück gezogen.

Neustart in der Kreisliga

Ein halbes Jahr später soll nun der Neubeginn in der Kreisliga A gelingen. Es wurde ein Team mit altbekannten Gesichtern aufgestellt. Die Mannschaft besteht hauptsächlich aus den Akteuren, die letzten Sommer noch den Verein verlassen hatten. „Die Spieler wollten gerne wieder zusammen Fußball spielen, deshalb kehren sie zurück“, sagt Erdt. Geld wird es aber weiterhin nicht geben. 28 Spieler umfasst der Kader für die neue Saison. Erdt bildet zusammen mit Uwe Jesih das Trainer-Duo.

Einige Trainingseinheiten hat die Mannschaft bereits absolviert. Die Zeit bis zum Saisonbeginn ist knapp, denn die Kreisliga startet bereits Anfang August. „Die Jungs müssen sich wieder aneinander gewöhnen. Sie haben seit einem Jahr nicht mehr zusammen gespielt“, beschreibt der Trainer das Ziel der ersten Einheiten. Zusätzlich bestreitet Hochlarmark gerade die Stadtmeisterschaften, die laut Erdt eigentlich zu früh kommen: „Wir konnten nicht eher mit der Vorbereitung beginnen, weil die alte Saison gerade mal vorbei war.“ Deswegen ist das Team noch nicht da, wo es später sein soll.

Die Zeichen stehen auf Erfolg

Aber Erdt ist zuversichtlich, dass die Mannschaft bis zum Start in einer guten Verfassung sein wird. „Die Stimmung ist super. Die Jungs sind heiß und verstehen sich alle gut“, freut er sich über beste Voraussetzungen. Die Mannschaft soll davon profitieren, dass sich die Spieler schon kennen und gemeinsame Erfolge gefeiert haben. Erst im Sommer 2010 wurden sie zusammen mit Preußen Hochlarmark Vizemeister der Bezirksliga.

An die erfolgreichen Zeiten soll nun angeknüpft werden. Nach den Stadtmeisterschaften wird es zwei Testspiele geben, die für die nötige Spielpraxis sorgen. Natürlich wird auch im Training weiter an der Kondition und den spielerischen Feinheiten gearbeitet. „Wir werden jetzt erst einmal abwarten und gucken, wie die Spieler fußballerisch zusammen passen“, erklärt Erdt, denn dann kann die beste Startformation gefunden werden.

Für die kommende Saison hat sich der Verein hohe Ziele gesteckt. Daraus macht auch der Trainer keinen Hehl: „Wir wollen auf jeden Fall oben mitspielen.“ Die Elf vom Senghorst wird ligaweit sogar als Favorit für den Aufstieg gehandelt. „Wenn man sich die Namen unserer Spieler durchliest, kann man das schon so sehen“, meint Erdt zu dieser Einschätzung. „Wir können jetzt natürlich noch nicht wissen, was am Ende dabei herauskommt“, macht er aber deutlich.

Schließlich gebe es viele weitere Faktoren, die über eine Meisterschaft entscheiden. „Und es gibt auch einige andere Teams, die sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen können“, zollt Erdt der Konkurrenz Respekt. Sollte es aber mit der Meisterschaft klappen, dann „sagen wir natürlich nicht nein“, blickt er erwartungsfroh in die Zukunft von Preußen Hochlarmark.

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