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Essen: Kreisliga kompakt
Kollektives Favoritensterben

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Das Wochenende in den Essener Kreisligen hatte einige faustdicke Überraschungen zu bieten. Reihenweise ließen die vermeintlichen Spitzenteams Punkte liegen.

Kreisliga A Essen Nord - West:

Als großer Gewinner des 22. Spieltags geht eindeutig TuS Essen West 81 hervor. Die Elf von Trainer Oliver Vössing war die einzige Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte, die ihr Spiel erfolgreich bestreiten konnte. Gegen den Verfolger Wacker Bergeborbeck setzten sich die 81er mit 2:1 durch und eroberten dank des Patzers von TuS 84/10 (1:1 beim FC Karnap) den heiß begehrten zweiten Tabellenplatz zurück. In einer ausgeglichenen Partie war es einmal mehr Kapitän Björn Matzel, der mit einer mustergültigen Vorlage und dem Siegtreffer zum 2:1 den Unterschied machte. Entsprechend gut gelaunt war sein Trainer nach der Begegnung: "Ich bin sehr glücklich darüber, dass es am Ende noch zu den drei Punkten gereicht hat. Wacker war der erwartet unangenehme Gegner und hat uns das Leben in den ersten 70 Minuten sehr schwer gemacht. Wir hatten darauf spekuliert, dass bei ihnen in der Schlussphase die Kräfte nachlassen und sich dadurch für uns die notwendigen Räume ergeben", erklärte ein strahlender Oliver Vössing.

Überraschend beendet wurde der grandiose Lauf von Altenessen 18. Gegen NK Croatia Essen unterlag das Team von Dietmar Krause am heimischen Wüllnerskamp mit 0:1 und musste die erste Niederlage seit dem 24. Oktober hinnehmen. Der überragende Michael Kosciewicz erzielte in der 85. Minute den Siegtreffer für die "Schachbretter", die in den letzten 30 Minuten in Unterzahl agierten. NK-Trainer Eloaolid El Messaoudi war anlässlich des Überraschungscoups hellauf begeistert: "Ich bin richtig stolz auf meine Jungs. Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten. In der Defensive hat mein Team kaum etwas zugelassen und vorne waren wir stets gefährlich. Der Erfolg war hochverdient".

Tabellenführer SC Phönix dürfte das 0:0 bei Al-Arz Libanon aufgrund der Stolperer der Konkurrenz locker verschmerzen können. Entsprechend gelassen wirkte Arndt Krosch, Trainer der Frohnhauser: "Wir können damit sehr gut leben, da wir einen Verfolger auf Distanz gehalten haben. Angesichts des Spielverlaufs geht die Punkteteilung auch in Ordnung".

Weitaus weniger entspannt ist die Stimmungslage bei den Ballfreunden aus Bergeborbeck. Nach einer desaströsen 0:4-Heimniederlage gegen Kellerkind BV Altenessen zog Trainer José Abeijon die Notbremse und trat mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurück. "Aba" wolle mithilfe dieser Maßnahme versuchen, der Mannschaft in den kommenden Spielen zu helfen: "Ich will der Truppe dadurch auch das letzte Alibi nehmen. Wir hatten uns vor dem Spiel gegen BVA viel vorgenommen und ich hatte ausdrücklich vor dem Gegner gewarnt. Leider bin ich auf taube Ohren gestoßen, denn meine Akteure haben alles vermissen lassen, was man benötigt, um erfolgreich Fußball zu spielen", erklärte der Deutsch-Spanier, dem "eine Last von den Schultern" gefallen sei: "Ich bin froh, dass es vorbei ist, da ich die Spieler in den letzten Wochen offenbar nicht mehr erreichen konnte. Die Enttäuschung über den Auftritt gegen BVA hat mich letztlich zu diesem Entschluss bewogen".

Einen dringend notwendigen Sieg im Abstiegskampf feierte der VfB Frohnhausen. Gegen das Schlusslicht Tgd. Essen-West II gewann die Elf von Markus Schnarre mit 5:4 und verschaffte sich ein wenig Luft im Abstiegskampf. Gefeierter Mann des Tages war VfB-Angreifer Alen Ademovic. Der 18-Jährige erzielte gleich vier Treffer und hatte somit maßgeblichen Anteil am Erfolg.

Kreisliga A Essen Süd-Ost

SuS Niederbonsfeld ist es endgültig gelungen das Aufstiegsrennen wieder spannend zu machen. Im Hattinger Derby gewannen die Bonsfelder mit 3:2 beim Tabellenzweiten SF Niederwenigern II und verkürzten den Abstand zum Rivalen auf überschaubare drei Punkte. Vor einigen Wochen sah es noch so aus, als würde sich das Rennen um den Bezirksligaaufstieg zu einem Langweiler entwickeln, da die Sportfreunde dem dritten Rang bereits mit acht Punkten enteilt waren. Der Trainer des SuS, Detlef Pehlke, sah einen glücklichen, aber nicht unverdienten Dreier seiner Schützlinge: "Im ersten Durchgang waren wir die bessere Mannschaft und haben verdient mit 2:0 geführt. Nach dem Pausentee hat Niederwenigern einen enormen Druck entfacht. Besonders nach dem Treffer zum 2:3 sind wir stark ins Schwimmen geraten. Allerdings besaßen wir genügend Kontergelegenheiten, um das Spiel vorzeitig über die Bühne zu bringen" analysierte Pehlke, der eine klare Ansage an die Konkurrenz richtete: "Es kann noch viel passieren, aber am Ende werden wir aufsteigen. Ich habe immer daran geglaubt und bin nun erst Recht davon überzeugt", sagte der Übungsleiter, der ab der kommenden Spielzeit das Amt des Sportlichen Leiters übernehmen wird (RS berichtete).

Einen ungewöhnlichen Lapsus leistete sich der souveräne Spitzenreiter SV Kupferdreh. Gegen den abstiegsgefährdeten SV Isinger reichte es nur zu einem mageren 2:2. Die Gäste dürften dieses Erfolgserlebnis unter der Kategorie "Bonuspunkt im Kampf um den Klassenerhalt" verzeichnen. Spielertrainer Richard Ruthenkolk hatte deshalb allen Grund zur Freude: "Das war eine hervorragende Mannschaftsleistung, speziell im Defensivbereich. Es ist uns gelungen, den Spielfluss des Gegners zu zerstören. Der späte Ausgleichstreffer war der verdiente Lohn für den Einsatz und die Moral meines Teams", resümierte Ruthenkolk, der im sechsten Spiel unter seiner Regie zum fünften Mal ungeschlagen blieb. Die kommenden Gegner des SV, die SF Niederwenigern II und SuS Niederbonsfeld, dürften damit gewarnt sein.

Der SV Kupferdreh muss sich nicht all zu sehr über das Remis ärgern, da die verlorenen Punkte auf anderer Ebene wieder eingefahren wurden. Die Wertung des Hinspiels gegen Fortuna Bredeney wurde nach einem Entschluss der Kreis-Spruchkammer zu Gunsten des SV ausgelegt, der sich dadurch über drei unerwartete Punkte freuen darf. Ein Entschluss, der dagegen die Fortunen mehr denn je in Bedrängnis bringt. Mittlerweile warten die Bredeneyer, die zu Beginn der Rückrunde noch um den Aufstieg mitmischten, seit dem 23. November auf einen Sieg. Nach dem Punktabzug und der neuerlichen 1:2-Pleite gegen den Tabellenvorletzten Sportfreunde 07 müssen die Verantwortlichen zwangsläufig den Blick nach unten richten: "Wir müssen langsam anfangen zu punkten, sonst rutschen wir noch unten rein. Das muss die Mannschaft begreifen, bevor es zu spät ist. Seit einigen Wochen ist bei uns die Luft raus. Vielen Spielern fehlt eindeutig der letzte Wille", gab ein enttäuschter Slavko Franjic, Trainer der Fortunen, zu Protokoll.

In großen Schwierigkeiten steckt auch Bezirksliga-Absteiger TC Freisenbruch. Durch die empfindliche 1:2-Heimniederlage gegen die Sportfreunde 07 findet sich die Truppe von Sven Boltz auf einem Abstiegsplatz wieder.

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