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Marcel Reif sieht den Hype um Frauenfußball kritisch

(13) Kommentare
DFB: Marcel Reif sieht den Hype um Frauenfußball kritisch
Foto: dpa

Knapp 18 Millionen Menschen sahen am vergangenen Sonntag das EM-Finale der Deutschen Fußball-Frauen. Sportkommentator Marcel Reif sieht das kritisch.

Der Hype um Frauenfußball ist so groß wie noch nie. In den vergangenen Wochen während der Europameisterschaft in England, waren die DFB-Frauen das beherrschende Thema. Knapp 18 Millionen Menschen fieberten beim Finale der Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg mit und hofften auf den Titel für Deutschland. Eine Rekordquote: Noch nie wurde ein Frauen-Länderspiel so stark frequentiert. Am Ende unterlagen die Deutschen England in der Verlängerung jedoch unglücklich mit 1:2.

Sportkommentator Marcel Reif, ohnehin für seine Äußerungen diverse Male bereits polarisierend in Erscheinung getreten, beurteilt die Euphorie um die deutschen Fußballerinnen kritisch: „Der Fußball der Frauen wird nie die Wahrnehmung erzielen wie jener der Männer“, sagte Reif der Südwest Presse in Ulm (Freitagsausgabe). Die Dominanz des Männer-Fußballs in Deutschland sei zu groß: „Abseits der Länderspiele kommen zu den Ligaspielen der Frauen im Schnitt 800 Zuschauer. Wenn die Frauen das nicht akzeptieren, werden sie immer ein Problem haben.“

"Ein Vergleich ist doch absurd"

Reif wehrt sich dagegen, Männer- und Frauenfußball zu vergleichen: „Ein Vergleich ist doch absurd. Die Wucht bei den Männern, das Tempo, die Zweikampfführung sind ganz anders. Zum Glück!“ Dem Kommentator zufolge könnten die Männer allerdings auch von den Frauen lernen: „Bei den Frauen ist weniger Theatralik, weniger Ego im Spiel. Und es ist fröhlicher und leichter.“

Bundestrainerin Voss-Tecklenburg befindet sich derweil im Urlaub auf der Insel Mallorca. Noch immer grübelt sie über die bittere Niederlage: „Wenn ich das Turnier als Ganzes anschaue, überwiegt die Freude. Vor allem darüber, wie wir aufgetreten sind“, sagte die Trainerin zu Reportern. „Die Art und Weise, wie wir das Finale verloren haben, sorgt aber immer noch für Bauchweh.“ Schließlich war die Mannschaft nah dran, den Pokal zu gewinnen.

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KOMMENTARE

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Spieko 2022-08-04 17:14:18 Uhr
Reif sollte sich doch lieber zurück halten.
Bin froh, wenn ich diesen selbstherrlichen Plauderer nicht mehr sehen
und hören muss.
Spasssack 2022-08-04 17:24:18 Uhr
Ich verstehe den Hype auch nicht. Ist wie mit dem Gendern.
Mich persönlich interessiert beides null.
ConnyWo1968 2022-08-04 17:29:17 Uhr
Marcel Reif hat doch einfach mal die Worte gesprochen, die jeder denkt.
Wir reden hier von zwei verschiedenen Sportarten.
Der Frauenfußball wird nie den Hype haben wie der Männerfußball.
Auch wenn die Trainingsbedingungen und Gehälter und alles angepasst wird.
Die Frauen versuchen zur Zeit den Frauenfußball aufzudrängen.
Es werden nicht mehr ins Stadion gehen. Schlimmer wird es noch, wenn die zu den Anstoßzeiten spielen, wie die Männer. Die Leute gehen dann ins Stadion vom Männerfußball.
Es sind nur Familien und Angehörige von den Spielern im Stadion - mehr ist das nicht. Warum können die Frauen das nicht verstehen.
Wer will den Frauenfußball bezahlen???
Warum macht die nicht einfach einen eigenen Verband auf und vermarkten sich selber - mal gespannt, wie das dann ausgeht.
Diese Diskussionen um Gleichberechtigung und Gender und Sexismus, der Frauenfußball führt sind echt schlimm - kann auch keiner mehr hören.
Sobald die Frauen dann auf Facebook oder Instagram blöde Sprüche bekommen, geht es doch sofort los und sind beleidigt. Die wollen in der Öffentlichkeit stehen - dann muss man das auch aushalten. Oder müssen Ihr Privatleben aus der Öffentlichkeit halten - und nicht jedem mitteilen, dass die Spielerinnen eine Frau geheiratet haben.
Keine andere Sportart macht so ein Theater wie der Frauenfußball - oder hört man die Handballerinnen oder Basketballerinnen oder Radrennfahrerinnen. Die haben eine Tour de France hingelegt, dass konnte man sich wirklich anschauen. Tolle Leistung von den Frauen - jeden Tag Vollgas geben in den Alpen.
Also liebe Frauen nehmt es doch einfach hin - es wird nichts geben.
Anton Leopold 2022-08-04 18:03:32 Uhr
Jenseits der WM ist das Zuschauerinteresse bescheiden. Darauf hinzuweisen, ist berechtigt und auch nicht ehrenrührig.

Solange eine Weltmeisterinnenmannschaft gegen eine männliche B-Jugend chancenlos ist (VfB Stuttgart war es soweit ich mich erinnere), wird das auch so bleiben.
oliver-fri 2022-08-04 18:23:49 Uhr
Man kann auch alles kaputt reden - einfach mal geniessen den Moment und einfach mal den Mund halten.
Pevenage 2022-08-04 19:36:04 Uhr
Ich habe zugegeben nur die letzten 30 Minuten des EM-Endspiels gesehen. Was ich sah, war gut. Die Spielerinnen waren durchwegs athletisch und schlank, auf dem Spielfeld war Tempo zu sehen. Die Zuschauer im Stadion waren hellauf begeistert.
Ich weiß nicht, was man da kritisieren soll, außer vielleicht, dass Frauen auch im Fußball alles nachmachen müssen den Männern. Harte Kopfbälle z. B. dürften bei Frauen noch schlimmer sein als bei Männern. Wer das nicht will, müssten den Fußball verbieten bzw. die Regeln ändern.

Ob die Spielerinnen wenigstens in der Bundesliga von ihrem Sport finanziell leben können, kann ich nicht beurteilen.

Ich denke, Reif ist frustriert, dass Deutschland verloren hat.

Generell würde ich Reif empfehlen, der wohl ü70 ist, auch mal Jüngere ran zu lassen als Reporter. Ich kenne ihn noch von 1984, als er dunkelhaarig war und von Beckenbauer, damals neuer Bundestrainer, von ihm verächtlich im ZDF als "politischen Zauberer" sprach. Heute hat er weiße Haaren. Es sollte mal reichen.
Kalle K 2022-08-04 20:02:35 Uhr
Aus meiner Sicht gibt's keinen Hype.
Bei den großen Turnieren gucken alle hin, im Alltag ist das Interesse nicht mehr vorhanden.
Bald geht die Bundesliga los und die Spiele werden im Schnitt vor ein paar Hundert Zuschauern ausgetragen.

Nach dem Sieg der Handballer (so 2007 pi mal Daumen) haben auch alle einen großen Hype herbeigeredet.
Am Ende blieb das Interesse am Alltagsgeschäft konstant.

Ist nun mal so. Herren-Fußball ist am Ende die Anomalie, nicht umgekehrt.
Rotor 2022-08-04 22:10:01 Uhr
Die EM der Frauen war das 1. Spiel der Fußballfrauen, das ich mir komplett angesehen habe. Zugegeben, es war sehr unterhaltsam, aber mit richtigem Männerfußball ist das doch wohl nicht zu vergleichen. Es will doch auch niemand Männer auf dem Schwebebalken sehen oder ? Es gibt halt Sportarten, die nicht bei beiden Geschlechtern gleichermaßen faszinierend aussehen, schon deshalb, weil Frauen und Männer schon körperlich zu verschieden sind. Und das sollte man auch so akzeptieren.
mattes62 2022-08-05 00:31:16 Uhr
Mein Gott, er hat halt einfach Recht. Auch Handball, Volleyball oder Speerwerfen werden niemals diesselbe Reichweite haben - und zwar ganz egal, ob von Männern oder Frauen praktiziert.
mattes62 2022-08-05 00:37:00 Uhr
@Pevenage
Ich habe zugegeben nur die letzten 30 Minuten des EM-Endspiels gesehen. Was ich sah, war gut.

Ich habe das ganze Spiel gesehen und fand es auch gut. Doch darum geht's doch letztendes nicht. Aber vielleicht ist das ja jetzt endlich die Initialzündung und der Zuschauerschnitt der Frauenbundesliga wird sich ab sofort vervielfachen.
@Jane 2022-08-05 06:45:29 Uhr
Warum hält der Rentner nicht einfach die Fresse ? Geht ihn nix an !
Webcam 2022-08-05 09:21:28 Uhr
Was, Frauen sind anders als Männer? Na, das Herr Reif das schon gemerkt hat, Respekt!

Will er damit sagen, dass Frauenbiathlon und Frauentennis etwa auch anders ist als Herrenbiathlon und Herrentennis? Wenn das nicht eine gewagte These ist (lol).
Webcam 2022-08-05 09:22:36 Uhr
Der deutsche Frauenfußball war bis vor ein paar Jahren die dominierende Macht in Europa, aber der ewig rückständige, machtverfilzte DFB hat es verpasst, auf den Zug aufzuspringen, den Frauenfußball hierzulande zu professionalisieren.

Nun spielen die Frauen in England, Frankreich, Spanien und Italien in der Liga regelmäßig von zehntausenden von Zuschauern, in der CL letztens sogar mehr als 90.000 Zuschauer im Camp Nou, und sahnen dicke Gehälter ab aus den TV-Geldern.

Als deutsches Talent würde ich da doch auch in die Premier League gehen und Möchtegernexperten die lange Nase zeigen ...

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