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Wald über finanzielle Lage von RWE: "Das sind spezielle Glücksfälle"

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MSV-Chef Wald über finanzielle Lage von RWE: "Das sind spezielle Glücksfälle"
Foto: firo

Der MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen liegen nach 17 Spielen in der 3. Liga nahezu gleich auf. Dass RWE dem MSV finanziell einen Schritt voraus sein könnte, dagegen wehrt man sich beim MSV.

Als Ingo Wald beim Jahresabschluss-Gespräch des MSV Duisburg am 20. Dezember 2022 das Jahr Revue passieren ließ, da kam ihm auch ein bitterer Moment aus dem Sommer 2020 in Erinnerung. Denn da wäre der MSV beinahe wieder in die 2. Bundesliga zurückgekehrt.

Doch nun spielen die Zebras nach ihrem Abstieg 2018/2019 bereits ihre vierte Drittliga-Saison in Serie. Und: Nachbar Rot-Weiss Essen ist mittlerweile ein Liga-Konkurrent.

"Ein Fußballverein ist wie ein Wirtschaftsunternehmen zu führen, aber nur in der Theorie. Denn der Fußball ist nicht planbar. Verletzungen, Schiedsrichter-, oder Abseits-Entscheidungen: Auf all das und viele andere Dinge hat man im Fußball keinen Einfluss. Ich erinnere nur an den verpatzten Aufstieg beim 2:2 im Sommer 2020 bei Bayern München II. Bei einem Sieg wären wir aufgestiegen, so wurden wir nur Fünfter. Im Fußball liegen Glück und Pech sehr oft nah beieinander. Leider kommt es mir hier, in Duisburg, oft so so rüber, ob wir willkürliche Entscheidungen treffen würden. Aber nein: Wir treffen nur Entscheidungen, die wir für den MSV als das Beste empfinden", betonte Wald beim Jahresabschluss-Gespräch.

Denn obwohl die Duisburger genauso wie Nachbar Essen bei 22 Punkten nach 17 Spielen liegen, herrscht in Duisburg im Umfeld eher eine negative Stimmung, in Essen ist die Lage derweil euphorisch. RWE scheint gegenüber dem MSV auf der Überholspur zu sein. Auch zu diesem Empfinden äußerte sich Wald beim Jahresabschluss-Gespräch.

Im Sommer dieses Jahres war es so: In Essen wurde der Aufstieg gefeiert, in Duisburg wäre man fast abgestiegen. Da ist es doch klar, wie die Stimmungslagen sind.

Peter Mohnhaupt, MSV-Geschäftsführer

"Rot-Weiss Essen hat natürlich Potential, weil viele namhafte Firmen in Essen angesiedelt sind. Marcus Uhlig, der in Essen tolle Arbeit leistet, hat es geschafft, dass er Leute gefunden hat, die den Verein unterstützen, aber gar nicht als offizieller Sponsor auftreten. Da gibt es eine Privatperson, die Rot-Weiss Essen mit einem siebenstelligen Bereich unterstützt. Das sind dann natürlich spezielle Glücksfälle", sagte Wald. Der 64-jährige MSV-Vorstandsvorsitzende betonte aber auch im gleichen Atemzug: "Aber auch wir haben mit Schauinsland-Reisen einen tollen Sponsor."

Peter Mohnhaupt, Geschäftsführer beim MSV Duisburg, wollte sich auch noch einmal zum Vergleich zwischen dem MSV und RWE äußern und meinte: "Im Sommer dieses Jahres war es so: In Essen wurde der Aufstieg gefeiert, in Duisburg wäre man fast abgestiegen. Da ist es doch klar, wie die Stimmungslagen sind. Rein faktisch aber haben wir alle Logenplätze verkauft, alle Trikotflächen vergeben. Deshalb brauchen wir uns da auch nicht zu verstecken. Zum Großteil sind das auch langfristige Verträge. Dementsprechend sind wir da gut aufgestellt."

Einen Wunsch hatte dann auch noch Mohnhaupt für 2023. Und hier ist RWE, auch dank der Profifußball-Rückkehr nach 14 Jahren und der Euphorie in der Stadt, vielleicht schon einen Schritt weiter als der MSV. "Mut in der Arbeit und Sichtbarkeit in der Stadt sind für mich die Worte, die wir im nächsten Jahr angehen sollten", betonte Mohnhaupt.

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