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Nach Erdmann-Sperre
FCS-Trainer schießt gegen Christian Titz

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Nach Erdmann-Sperre: FCS-Trainer schießt gegen Christian Titz
Foto: Thorsten Tillmann

Kaum hatte das DFB-Sportgericht das Urteil gegen Dennis Erdmann gesprochen, ging der Streit zwischen dem 1. FC Saarbrücken und 1. FC Magdeburg in die Verlängerung.

Das DFB-Sportgericht hat Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken wegen rassistischer Äußerungen im Spiel der 3. Fußball-Liga gegen den 1. FC Magdeburg für insgesamt acht Wochen gesperrt. Zwei Spiele hat der 30 Jahre alte Abwehrspieler bereits abgesessen. Zusätzlich muss er dem Urteil vom Montag in Frankfurt zufolge eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro zahlen. Ein Sprecher seines Vereins kündigte an, in Berufung zu gehen.

Erdmann wies die Anschuldigungen am zweiten Verhandlungstag noch einmal zurück. "Es waren keine leichten anderthalb Wochen. Es fällt mir immer noch nicht leicht, abends ins Bett zu gehen", sagte er und versicherte vor dem Sportgericht: "Sie haben gesehen, dass ich kein Typ bin, der zwischen Hauptfarben unterscheidet."

Er hat mir nach dem Spiel zu einem verdienten Sieg gratuliert. Völlig ohne negative Emotionen oder irgendwelche Vorwürfe. Jetzt zwei Wochen nach dem Spiel zu behaupten, man habe nur verloren, weil wir ständig verbal und körperlich über der Grenze waren, ist erbärmlich. Das ist übles Nachtreten.

Koschinat in Richtung Titz

Wenige Stunden nach dem Urteil äußerte sich Magdeburgs Trainer Christian Titz, der das Spiel in Saarbrücken am 25. August 2021 mit seiner Mannschaft verloren hatte, noch einmal auf einer Spieltagskonferenz zu Wort. "Als wir zum Spiel angetreten sind, wussten wir, dass wir auf eine Mannschaft treffen, die versucht, über Verbalität, Körperlichkeit und Unterbinden des Spielflusses ins Spiel hereinzukommen. Das sind Mittel, für die sie sich entschieden haben. Und wenn man sich in der Verbalität vergreift, muss man dafür auch die Konsequenzen tragen." Klar, die Worte des FCM-Trainers waren in Richtung des nun offiziell gesperrten Erdmanns gerichtet.

Dessen Trainer, Uwe Koschinat, fiel fast vom Glauben ab, als er die Worte seines Trainerkollegen Titz hörte. Der FCS-Coach schoss gegenüber der "Saarbrücker Zeitung" in Richtung Magdeburg und seines Trainerkollegen Titz. Koschinat: "Er hat mir nach dem Spiel zu einem verdienten Sieg gratuliert. Völlig ohne negative Emotionen oder irgendwelche Vorwürfe. Jetzt zwei Wochen nach dem Spiel zu behaupten, man habe nur verloren, weil wir ständig verbal und körperlich über der Grenze waren, ist erbärmlich. Das ist übles Nachtreten."

Der Richter vergisst, dass das Leben eines möglicherweise Unschuldigen hin ist. Wenn er sich irgendwann bewirbt, und man googelt Erdmann, dann steht da: 'Verurteilt wegen Rassismus'.

Uwe Koschinat

Koschinat nutzte die Gelegenheit in der "Saarbrücker Zeitung", um auch noch einmal auf das Urteil einzugehen. Der 50-jährige Fußballlehrer kann nicht nachvollziehen, dass das Gericht Erdmann verurteilt hat, obwohl dieser alles abstreitet. Stichwort: Aussage gegen Aussage. "Der Richter vergisst, dass das Leben eines möglicherweise Unschuldigen hin ist. Wenn er sich irgendwann bewirbt, und man googelt Erdmann, dann steht da: 'Verurteilt wegen Rassismus‘", gibt Koschinat zu Bedenken.

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