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2. Bundesliga
Werder beendet Krise, kurioses Eigentor rettet HSV

Werder Bremen, Werder Bremen
Foto: dpa

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder vor fast komplett besetzten Rängen hat Werder Bremen seine Minikrise in der 2. Fußball-Bundesliga beendet.

Der Bundesliga-Absteiger besiegte nach zwei Niederlagen mit 0:5 Toren vor fast 30.000 Zuschauern im Weserstadion den 1. FC Heidenheim mit 3:0 (0:0) und nahm wieder die Kontakt zur Spitzengruppe auf.

Ein Doppelschlag innerhalb von 76 Sekunden durch Marco Friedl (50.) und Marvin Ducksch (52.) bescherte Werder mit nun 14 Punkten einen Sprung nach oben. Heidenheim, das durch Dennis Thomalla noch ein Eigentor (64.) beisteuerte, kassierte nach drei Siegen wieder einen Rückschlag und verpasste den Sprung an die Tabellenspitze.

In der Neuauflage der Bundesliga-Relegation vor gut einem Jahr tat sich Werder zunächst schwer, in die gefährliche Zone vorzustoßen. Die Heidenheimer, nach den jüngsten Erfolgen sehr selbstbewusst, verteidigten konzentriert und erspielten sich die einzige Torchance der ersten Halbzeit: Nach einem Bremer Ballverlust am eigenen Strafraum flankte Marnon Busch auf Tim Kleindienst, der mit seinem Kopfball aber nur den Pfosten traf (39.).

Erst kurz nach Wiederbeginn platzte der Knoten, Ducksch mit einem Freistoß auf Friedl sowie seinem vierten Saisontor sorgte für die Vorentscheidung. Kleindiensts Kopfballtreffer nur zwei Minuten später wurde nach Videobeweis wegen Abseitsstellung zurückgenommen. Endgültig gelaufen war das Spiel, als Thomalla den Ball nach einer Ducksch-Flanke ins eigene Tor bugsierte.

Erstmals nach 587 Tagen und 30 Heimspielen war im Weserstadion wieder eine Vollauslastung möglich, auch Stehplätze wurden wieder belegt. Es gilt die 2G-Regelung, die nur genesenen oder geimpften Fans Zutritt in die Arena gewährt.

Eigentor in der Nachspielzeit: HSV rettet Punkt in Aue

Der Hamburger SV hat in der 2. Fußball-Bundesliga nach einer ganz schwachen Vorstellung mit Müh und Not eine Niederlage beim weiterhin sieglosen Schlusslicht Erzgebirge Aue verhindert. Ein Eigentor von Dirk Carlson (90.+4) rettete ein 1:1 (0:1) für die Gäste, die 20 Minuten in Überzahl spielten. Antonio Jonjic hatte Aue in Führung gebracht (23.).

Aue gab unter Interimstrainer Marc Hensel zumindest vorübergehend den letzten Platz an den punktgleichen FC Ingolstadt (beide 4) ab, die Hamburger blieben zum dritten Mal nacheinander im Erzgebirgsstadion ohne Sieg. 2020 hatte es ein 0:3 gesetzt, im Frühjahr ein 3:3 nach 2:0- und 3:1-Führung.

Vor mit 7750 Zuschauern ausverkauftem Haus kehrte beim HSV Kapitän Sebastian Schonlau nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre in die Innenverteidigung zurück. Die Gäste hatten viel Ballbesitz, konnten sich aber keine Torchancen erspielen und gerieten nach einer Slapstick-Einlage in Rückstand. Abwehrspieler Jonas David köpfte bei einem Klärungsversuch Antonio Jonjic an, der Ball landete im Tor (23.).

Der Rückschlag zeigte Wirkung. Hamburg hat nun große Probleme mit den aggressiven Auern, erst in der Schlussphase der ersten Hälfte kamen Sonny Kittel (41.) und Robert Glatzel (44.) zu Ausgleichschancen. Auf der anderen Seite fehlten Babacar Gueye Zentimeter zum 2:0 (45.+1).

Nach der Pause enttäuschte der HSV auf ganzer Linie. Die Wechsel von Trainer Tim Walter verpufften, Aue hatte kaum noch Schwierigkeiten, die Gäste vom Tor fernzuhalten. Auch nicht, als Hamburg nach der Roten Karte gegen Soufiane Messeguem (69.) in Überzahl spielte. Ein Blackout von Carlson brachte die Gastgeber um den Sieg.

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