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Fortuna - MSV 1:0
Düsseldorf gewinnt unterirdisches Derby

2. Liga: Fortuna besiegt den MSV Duisburg

Der MSV Duisburg hat den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verpasst. Die "Zebras" verloren das Duell der rheinischen Rivalen bei Fortuna Düsseldorf 0:1 (0:0).

In dieser Saison waren bisher noch nicht so viele Zuschauer in der ESPRIT-arena wie beim freudig erwarteten Derby gegen den MSV Duisburg – 31.400 Zuschauer schauten sich den 1:0 (0:0)-Sieg an und fragten sich lange Zeit: Warum eigentlich?

MSV-Coach Milan Sasic musste auf Abwehrchef Branimir Bajic verzichten. Der Routinier konnte aus privaten Gründen nicht mit in den Landeshauptstadt kommen und weilte in seiner Heimat in Bosnien-Herzegovina. Auf der anderen Seite gab Fortuna-Trainer Norbert Meier Neuzugang Sascha Rösler zum ersten Mal eine Chance von Beginn an, für ihn musste der zuletzt formschwache Ranisav Jovanovic seinen Platz in der Startelf räumen. Gestochere, Gegurke, Gegrätsche: Suchen Sie sich einen Begriff aus, der die erste Halbzeit am besten beschreibt – wahrscheinlich treffen alle drei zusammen am trefflichsten zu. Am meisten spielte sich auf den Rängen ab, wo sowohl die heimischen Fortuna-Fans, als auch die rund 7.000 mitgereisten MSV-Anhänger alles gaben, um ihre Mannschaft im Derby nach vorne zu peitschen.

Wirklich nennenswert waren im ersten Abschnitt nur zwei Szenen, auf jeder Seite eine. Die Fortuna kam durch Patrick Zoundi zu einer gefährlichen Situation: Der Burkiner wurde geschickt, ließ Bruno Soares alt aussehen, doch sein Abschluss ging knapp am Duisburger Gehäuse vorbei (17.). Das einzig echte Ausrufezeichen der „Zebras“ dann in der 33. Minute: „Ivo“ Grlic legte sich das Leder zum Freistoß hin, um es kurze Zeit später ans Lattenkreuz zu schlenzen. Auch nach dem Wechsel konnte der MSV bei weitem nicht an die starken Heimauftritte aus den letzten Wochen anknüpfen.


Aufregung gab es dann nach 54 Minuten, als Grlic den Ball nach einem Luftloch im eigenen Strafraum an die Hand bekam. Doch Schiedsrichter Knut Kircher behielt den Überblick und unterstellte dem Duisburger zurecht keine Absicht. Ohnehin waren die Hausherren im zweiten Abschnitt die etwas aktivere Mannschaft, ohne allerdings viel Druck auf das Tor von MSV-Keeper David Yelldell auszuüben. Die entscheidende Szene dann sechs Minuten vor dem Ende: Zoundi wurde von Rösler geschickt und seine scharfe Hereingabe lenkte Olivier Veigneau ins eigene Netz. Ein sicherlich glücklicher Sieg, da die Partie auch keinen Treffer verdient hatte, doch wenn eine Mannschaft es eher verdient hatte, den Platz als Sieger zu verlassen, dann war es die Fortuna. Damit feierten Düsseldorfer nach dem 1:0-Sieg gegen den FC Augsburg ihren zweiten Heimsieg in dieser Saison und konnte sich damit im Abstiegskampf, der spätestens in der letzten Woche begonnen hatte, ein wenig Luft verschaffen.

Nun muss die Meier-Elf am kommenden Freitag schon wieder ran. Ab 18 Uhr muss sie versuchen, den Höhenflug von Überraschungsteam Erzgebirge Aue zu stoppen. Der MSV empfängt am Samstag zum Spitzenspiel Greuther Fürth und kann dann die bisher makellose Heimbilanz ausbauen. Dazu müssen die Duisburger aber eine ganz andere Leistung auf den Rasen bringen als in Düsseldorf.

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