Er war einer der heimlichen Helden des Klassenerhalts vom VfL Bochum in der letzten Saison. Dominique Heintz war da, wenn er gebraucht wurde. Jetzt steht der Innenverteidiger vor einer Rückkehr zu seinem Ex-Klub.
Seit dem Leih-Ende in Bochum trainierte Heintz wieder bei Union Berlin und absolvierte dort die komplette Vorbereitung. Dass es aber keine gemeinsame Zukunft geben würde, war von Beginn an klar. Qualität und Konkurrenz beim Champions-League-Teilnehmer sind zu groß.
Gerüchte gab es viele. Spätestens als der 30-Jährige in den Pflichtspielen nicht im Kader der Köpenicker auftauchte, wurde eines aber konkreter. Demnach beschäftigt sich der 1. FC Köln mit einer Rückholaktion. Das geht aus Informationen des Internetportals "Geissblog" hervor.
Demnach werde zeitnah in der letzten Woche des Transferfensters entschieden, ob in der Innenverteidigung noch ein Spieler nachverpflichtet werden solle. Dann wäre Heintz der erste Kandidat. Sein Vertrag läuft noch bis 2024 und Union scheint keine Verwendung für ihn zu haben.
Auf seinem Instagram-Kanal zeigt der 30-Jährige regelmäßig, wie sein Hausbau im heimischen Rheinland-Pfalz vorangeht. Mit einem Wechsel zum Kindheits-Klub 1. FC Kaiserslautern Richtung Karriereende liebäugle Heintz sowieso. Noch ist es aber nicht soweit.
In Köln würde Heintz auf ein vertrautes Umfeld treffen. Zwischen 2015 und 2018 bestritt er 108 Pflichtspiele für den FC. Und in Bochum hat er in der vergangenen Saison gezeigt, dass er Bundesliga-Niveau hat - wenn er denn fit ist.
Verletzungsbedingt konnte Heintz nur zwölf Partien für den VfL absolvieren. Dabei hat er einen bleibenden Eindruck bei Thomas Letsch hinterlassen. "Er kommt da rein, steht auf dem Platz und zockt das Ding runter mit einer Seelenruhe", war ein Standardsatz des Bochum-Trainers nach Heintz-Auftritten.
Beeindruckend dabei: Nach überstandenen Rückenproblemen stand Heintz 14 Mal im Kader. Sieben Mal kam er zum Einsatz, sieben Mal blieb der VfL ungeschlagen (vier Siege, drei Unentschieden). Blieb Heintz auf der Bank, gab es keinen einzigen Bochum-Sieg (sechs Niederlagen, ein Remis).
Eine feste Verpflichtung war aus Bochumer Sicht aber nie wirklich eine Option. Das Branchenportal "Transfermarkt.de" beziffert seinen Marktwert auf 1,2 Millionen Euro. Da sowohl Verein als auch Spieler einem Wechsel nicht abgeneigt sind, wird die Ablösesumme nicht allzu hoch ausfallen - ein Kölner Angebot vorausgesetzt.