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Kozuki überzeugt erneut – das hält Reis vom Kagawa-Vergleich

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Schalke: Kozuki überzeugt erneut – das hält Reis vom Kagawa-Vergleich
Foto: firo

Soichiro Kozuki war vor der Weihnachtspause der Gewinner beim FC Schalke. Thomas Reis erklärte nach dem 2:2 gegen den VfL Osnabrück, was er von Vergleichen mit ganz großen Spielern hält.

Der FC Schalke 04 hat sich ohne Testspielsieg in die Winterpause verabschiedet. Nach einem 2:2 bei Rapid Wien und einer 3:4-Niederlage bei Hajduk Split gab es zum Jahresabschluss ein 2:2 beim Drittligisten VfL Osnabrück.

S04-Trainer Thomas Reis sah dennoch Fortschritte, hat aber auch die Baustellen in der Defensive beim Drittligisten nochmals deutlich vor Augen geführt bekommen. Der große Gewinner des ersten Teils der Vorbereitung auf die letzten 19 Bundesligaspiele, die den S04 zum Klassenerhalt führen sollen, ist zweifelsohne Soichiro Kozuki.

Der Japaner, der in der Sommerpause vom Fünftligisten 1. FC Düren zur Regionalligamannschaft des S04 geholt wurde, überzeugte in allen drei Testspielen. Zudem erzielte er in allen drei Begegnungen ein Tor. Auch beim umkämpften Spiel in Osnabrück, das vor den 12.524 Zuschauern eher einem Pokalfight glich, zeigte der Offensivspieler wieder sein Potenzial. Beim 1:0 zeigte er genau das, was Reis an ihm magt. Er zog von der Außenbahn nach innen, umkurvte einen Gegenspieler, legte sich den Ball von links auf rechts und schloss überlegt ab.

Den Schalker Verantwortlichen ist klar, welch Juwel sie da in den eigenen Reihen haben. Deshalb wird der in dieser Woche 22 Jahre alt gewordene Kozuki nicht nur einen Profivertrag erhalten, sondern auch mit ins Trainingslager der Schalker ins türkische Belek mitfliegen. „Es ändert sich nur das Format – und dank seiner guten Leistungen bekommt er bessere Konditionen“, bestätigte Schalkes Sportvorstand Peter Knäbel der „WAZ“.

Schon werden Vergleiche mit Shinji Kagawa laut, den Borussia Dortmund einst als unbekannten Spieler aus Japan holte und der beim BVB zum Star reifte. Nach dem Spiel gegen den VfL Osnabrück erklärte Reis, was er davon hält. Er sagte, dass er über Weihnachten nicht wegfahre, da er hoffe, dass vielleicht noch ein dickes Geschenk in Form eines neuen Spielers unter seinem Weihnachtsbaum liegt. Sein Handy sei auf jeden Fall an.

Ob Kozuki auch so ein Geschenk sei? „Also, was ich mir wünschen würde ist, dass das Geschenk nicht so groß in der Öffentlichkeit breitgetreten wird. Das ist ein Junge, der in der U23 gute Spiele abgerufen hat, der ein gewisses Talent hat. Wo wir sagen, Mensch, der hat einen guten Tiefgang“, erklärte Reis. Sein Zusatz: „Wir wollten ihn belohnen und ihn auch mal auf einem höheren Niveau sehen. Und er macht seine Sache sehr, sehr ordentlich.“

Dennoch sei auch deutlich geworden, dass Kozuki noch Zeit brauche. Dennoch: „Gegen Osnabrück hatte er zwar auch ein, zwei Ballverluste, wo er noch eine falsche Entscheidung getroffen hat. Aber er ist ein Spieler, der in der Zukunft noch sehr viel Freude machen kann. Wir wollen ihn behutsam aufbauen.“

Und der Vergleich mit Kagawa? Könne womöglich eher hinderlich sein. „Auch wenn die Vergleiche schon mit anderen großen Spielern und ihm getroffen werden: Wir werden versuchen, dass er auf dem Boden bleibt, dass er seine Unbekümmertheit beibehält, das ist unheimlich wichtig. Und dann schauen wir mal, wo der Weg hinführt.“

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