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Schalke: Es brodelt
Peer Kluge explodiert

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Schalke: Peer Kluge explodiert

Aufstand der Alten. Beim FC Schalke 04 hängt vier Tage vor dem Start in die neue Spielzeit der Haussegen gehörig schief. Ausgerechnet Peer Kluge.

Ansonsten die Ruhe in Person, richtete nach dem Benefizspiel beim MSV Duisburg schwere Vorwürfe an Trainer Ralf Rangnick.

Bislang hatte Kluge seine Demission aus der Stammformation der Königsblauen durch den Schalker Trainer mit Fassung ertragen. Nun platzte dem Mittelfeldspieler öffentlich der Kragen: „Ich kann das alles nicht nachvollziehen, nicht akzeptieren und auch nicht verstehen“, haute der 30-Jährige den Journalisten plötzlich knallharte Aussagen um die Ohren. Eigentlich sollte die Partie der beiden Pokalfinalisten einen Moment des Innehaltens für alle Beteiligten bedeuten. Aber nach der 1:2-Niederlage war es mit der Besinnlichkeit im Schalker Lager schlagartig vorbei.


Trainer Ralf Rangnick hatte der ersten Elf nach dem Supercupfinale gegen Borussia Dortmund eine Pause gegönnt und seinem Team einer Radikalkur unterzogen. Bis auf Julian Draxler stand kein Spieler aus der Anfangsformation des Spiels gegen den Deutschen Meister beim Anpfiff gegen den MSV auf dem Rasen.

Diese offenkundige Degradierung war offenbar zuviel für den Chemnitzer, der ein Opfer des „Systems Rangnick“ geworden ist. „Mit mir hat der Trainer darüber auch nicht ansatzweise gesprochen. Aber es hat sich ja schon früh im Trainingslager angedeutet, dass ich raus bin, Und das, obwohl ich gut trainiert habe und in den ersten Testspielen meine Leistung gebracht habe“, beklagt Kluge, keine faire Chance erhalten zu haben.

Darüber sei er überrascht und irritiert. „Ich bin kein Stinkstiefel. Aber ich will schon wissen, wie es mit mir weitergeht. Wenn sich nichts ändert, werde ich irgendwann mal mit dem Trainer sprechen müssen“, platzte es aus Kluge heraus. Er machte deutlich, dass er nicht vor hat, auf der Bank der Knappen zu versauern. Aus seiner Sicht nachvollziehbar, denn der ehemalige Nürnberger gehörte im vergangenen Jahr zu den wenigen zuverlässigen Stützen in einer turbulenten königsblauen Saison.


Während Kluge davon überzeugt ist, dass sich seine Qualität über kurz oder lang erneut durchsetzen wird, bleibt Mathias Schober als Arbeitsort zunächst nur noch die Tribüne. „Man hat mir vor der Vertragsverlängerung gesagt, dass es einen fairen Dreikampf im Tor gibt. Dass Ralf zu Recht die Nummer eins ist, darüber brauchen wir nicht zu reden. Aber ich sehe mich leistungsmäßig schon noch vor Lars Unnerstall. Auch wenn er einen Sprung nach vorne gemacht hat“, beklagte sich auch der 35 Jahre alte Keeper.

Gewurmt habe ihn dabei besonders der Zeitpunkt, an dem Rangnick ihm die Entscheidung mitgeteilt habe. „Das war am Samstag eine halbe Stunde vor der Abfahrt in die Arena“, schüttelt Schober den Kopf.

Auch, wenn das zunächst eine Entscheidung für ein Spiel gewesen sei, was Rangnick auf RS-Nachfrage bestätigte, sei daraus schon eine gewisse Tendenz abzuleiten. Auf der Tribüne zu sitzen, sei für ihn zum Abschluss seiner Karriere keine besonders schöne Perspektive, befand der Marler. „Aber vielleicht plant der Trainer mehr auf die Jugend zu setzen, statt den Älteren zu nehmen, der vielleicht noch den einen oder anderen Tipp geben könnte“, hat Schober den Kaffee auf.

Der Dritte im Bund der Gefrusteten könnte Christoph Metzelder werden, der sich derzeit zu seiner Situation lieber gar nicht äußert.

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