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Gladbach unter der Lupe
"Die Chanen stehen 50:50"

Gladbach: Die Borussia unter der Lupe

Drittletzter der ersten Liga gegen den drittbesten Zweitligisten. Gibt es da einen Favoriten? Sicherlich, der VfL Bochum sieht Mönchengladbach in dieser Rolle.

Lucien Favre relativierte diese Einschätzung allerdings. „Das Niveau in der zweiten Bundesliga ist sehr hoch. Die Chancen stehen 50:50“, erklärte der Borussen-Coach auf der Pressekonferenz am Dienstag.

Am letzten Sonntag weilte der Schweizer in Bochum, um den VfL zu analysieren. Seine knappe Zusammenfassung: „Sie sind aggressiv und sehr gut organisiert. Es wartet ein hartes Stück Arbeit auf uns.“ RevierSport nahm indes den fünfmaligen Deutschen Meister unter die Lupe.

Tor Seit sechs Spielen hütet Marc-André ter Stegen das Gladbacher Tor und hat in dieser Zeit erst zwei Gegentore kassiert. Trotz seiner 19 Jahre agiert er äußerst souverän. Dem Druck, den ein Relegationsspiel mit sich bringt, sollte er standhalten können, schließlich ging es schon in den letzten Wochen ums nackte Überleben. Abwehr Es wird wohl ein Rätsel bleiben, wie es Favre gelungen ist, die Gegentor-Flut aus der Hinrunde zu stoppen. Martin Stranzel, der Brasilianer Dante und die Außenverteidiger Jantschke und Daems lassen deutlich weniger Torchancen zu und verteidigen insgesamt offensiver. In den letzten zwölf Partien kassierte die Borussia lediglich neun Gegentore. Die beiden letztgenannten Akteure haben allerdings ihre Probleme in der Offensive, da beide nicht gerade als begnadete Flankengeber in Erscheinung treten.

Mittelfeld Die schlechte Abstimmung im Mittelfeld war ein weiteres Manko der Hinrunde, in denen von kompakter Arbeit gegen den Ball keine Rede sein konnte. Inzwischen haben sich Winter-Neuzugang Havard Nordtveidt und Roman Neustädter als Doppel-Sechs etabliert und stabilisiert. Über die individuelle Qualität von Marco Reus muss nicht viel geschrieben werden. Er ist die zentrale Figur der Gladbacher, muss allerdings aufpassen, dass er nicht die fünfte Gelbe Karte sieht. Juan Arango, gegen den HSV zuletzt mit einem Freistoß erfolgreich, wirkt oft lethargisch und lustlos, kann aber ebenso die entscheidenden Pässe liefern. Seine Form ist unberechenbar.

Sturm Igor de Camargo wird gegen den VfL nur auf der Bank sitzen, sodass erneut Mike Hanke und Mohamadou Idrissou von Beginn an stürmen. In den letzten Wochen erzielten beide je einen wichtigen Treffer und tankten Selbstvertrauen. Über die gesamte Spielzeit betrachtet ist ihre Ausbeute jedoch mager.Stefan Schinken

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