Der schwere Kartunfall von U19-Europameister Ömer Toprak wird wahrscheinlich keine juristischen Konsequenzen haben. Die Staatsanwaltschaft Freiburg, die den Unfall des Profis von Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg untersuchte, hat das Verfahren eingestellt. "Technische Mängel oder ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten Dritter liegen nicht vor", erklärte Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier. Allerdings prüfen die Anwälte Topraks, ob sie Ansprüche auf Schmerzensgeld und Verdienstausfall geltend machen wollen.
Am 9. Juni 2009 hatte Toprak bei einem Unfall auf einer Kartbahn in Umkirch bei Freiburg schwere Verbrennungen erlitten. Es folgten zwei Monate im Krankenhaus in Tübingen und eine Tortur mit insgesamt sieben Operationen, bei denen unter anderem Hauttransplantationen vorgenommen wurden. Große Schwierigkeiten verursachte auch das rechte Sprunggelenk, das durch die lange Zeit im Krankenhaus und die vielen Narben nur eingeschränkt bewegt werden konnte.
Mittlerweile hat Toprak beim 0:2 der Freiburger am Samstag beim Hamburger SV sein Bundesligadebüt gefeiert. "Ein geiles Gefühl, wieder auf dem Platz zu sein. Jetzt möchte ich der Mannschaft Schritt für Schritt helfen", sagte der Abwehrspieler, der in der 65. Minute eingewechselt wurde. "Ömer hat gespielt, als ob er nie weg gewesen wäre", befand Trainer Robin Dutt.