14.09.2018

2:2 in Berlin

Souza rettet MSV-Trainer Gruev den Job

Foto: Firo

Der Brasilianer Cauly Oliveira Souza rettete dem MSV Duisburg beim 2:2 bei Union Berlin einen Punkt – und seinem Trainer Ilia Gruev den Job. Am Samstag feiert er seinen 23. Geburtstag.

Das Leben von Cauly Oliveira Souza könnte schöner kaum sein – wenn da nicht die beruflichen Probleme gewesen wären. Doch seit dem späten Freitagabend ist für den Mittelfeldspieler des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg alles im Lot. Am Samstag wird er 23 Jahre alt, in ein bis zwei Wochen wird er Vater und an der alten Försterei hatte er entscheidenden Anteil daran, dass der MSV beim 2:2 (0:1) bei Union Berlin den ersten Punkt und die ersten Tore in der Saison erzielte. Nebenbei rettete der Brasilianer seinem Trainer Ilia Gruev auch noch den Job.


Vor dem Spiel standen MSV-Sportdirektor Ivica Grlic und Ex-MSV-Trainer Kosta Runjaic einträchtig bei einem Kaffee zusammen. Runjaic, der derzeit in Polen bei Pogon Stettin tätig ist, wollte erst gar keine Spekulationen aufkommen lassen. „Mein Besuch hier war seit Wochen geplant. Ich wollte einfach die Nähe nutzen, um den MSV zu sehen“, erklärte Coach Kosta, der angeblich eine Ausstiegsklausel nutzen dürfte.

Die Einstellung stimmte beim MSV Duisburg

Der aktuelle MSV-Trainer Ilia Gruev wechselte wie erwartet den Torhüter. Zwischen den Pfosten stand Ex-Union-Keeper Daniel Mesenhöler, den die Union-Fans vor dem Spiel – wie auch MSV-Torwart-Trainer Sven Beuckert – mit Applaus bedachten. Gruev setzte in der Abwehr auf eine Viererkette, in der Dustin Bomheuer den Vorzug vor Gerrit Nauber erhielt.

Die bange Frage nach der Heimpleite gegen Fürth und der anschließenden 13-tägigen Krisen-Klausur war: Wie präsentiert sich der MSV in Berlin? Die Zebras gaben von Beginn an eine deutliche Antwort. Das Team stand auf dem Platz bei weitem nicht so tief wie in der Tabelle. Im Gegenteil: Der MSV presste den Gegner in der hitzigen Atmosphäre der Alten Försterei von Beginn an. Da war eine Mannschaft auf dem Platz, die wollte.

Die aber auch nicht alles konnte. Auch mit Druck auf das Berliner Tor gelang es den Zebras in der ersten Halbzeit nicht, vor dem gegnerischen gefährlich zu werden. 

Die von der Duisburger Ausrichtung überraschten Berliner kamen in der 27.Minute zu ihrer ersten Chance: Akaki Gogia traf mit einem abgefälschten Schuss die Unterkante der Latte. Eine Minute vor der Pause traf Gogia aus 16 Metern ins Netz. Lukas Fröde hatte zuvor den Ball im Mittelfeld verloren. Der bereits mit Gelb vorbelastete Kevin Wolze verlor das Duell gegen Gogia, der bei seinem Abschluss auch davon profitierte, dass Mesenhöler nicht ideal stand.

Bomheuer ins Krankenhaus

Nach der Pause hatte der MSV Schwierigkeiten, das Pressing fortzusetzen. Für Innenverteidiger Dustin Bomheuer, der eine gute Leistung ablieferte, war die Partie in der 61. Minute beendet. Kurz nach der Pause war Bomheuer in einen Zusammenprall verwickelt, er verließ später mit einem Brummschädel den Platz. Der Abwehrspieler wurde mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung in ein Berliner Krankenhaus gebracht. Köpenick ist für Bomheuer kein gutes Pflaster. Vor drei Jahren hatte er sich in diesem Stadion einen Nasenbeinbruch zugezogen.

Berlins Trainer Urs Fischer sprach nach der Partie von zwei Gegentoren aus dem Nichts. Beim ersten Duisburger Tor in der laufenden Saison half der Zufall mit. Cauly Oliveira Souza traf den Ball in der 77. Minute – auch noch mit dem falschen Fuß – nicht richtig, trotzdem reichte das zum 1:1. In der 83. Minute leistete er beim 2:1 durch Richard Sukuta-Pasu die Vorarbeit. „Das erste Tor war einfach wichtig. Gut, dass der Knoten geplatzt ist“, freute sich Cauly Oliveira Souza, der versprach, der Mannschaft auf der Rückfahrt das eine oder andere Getränk zu spendieren. „Aber erst, wenn wir diesen Ausgleich verdaut haben“, lag Kapitän Kevin Wolze das 2:2 durch Florian Hübner in der dritten Minute der Nachspielzeit unmittelbar nach dem Spiel noch schwer im Magen.

Und Ilia Gruev? Der Duisburger Trainer war erleichtert: „Wir nehmen den Punkt gerne mit. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.“ Der Coach will nun im Heimspiel gegen Aue den ersten Sieg einfahren.

Und Coach Kosta? Er ist am Sonntag in der polnischen Liga im Einsatz. Gegen Korona Kielce. Trainiert von Gino Lettieri.

Autor: Dirk Retzlaff

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17.09.2018 - 17:49 - meisizebra

In der Tat, es hat sich nichts geändert - einige schreiben hier jede Woche das Gleiche ...

14.09.2018 - 23:33 - Alt Zebra

Es hat sich nichts gändert Abwehrverhalten Katastrophe ,was hat man in den 2 Wochen überhaupt gemacht?Zum glück haben wir mal wieder getroffen ,warum Spielt Schnellhardt immer noch warum auf einmal wieder Bomheuer ?.Anscheinend hat man die Verteidiger nur geholt damit sie auf der Bank sitzen .Wolze läuft seiner Form hinterher Spielt trotzdem .Man sollte Runjaic sofort zurück holen wenn es geht,denn mit Herrn Gruev steigen wir ab der ist absolut Unfähig.

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