14.05.2019

England

Paul Scholes wegen 140 Sportwetten vor Gericht

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paul_Scholes_vs_Man_City.jpg

Aufgrund eines Verstoßes gegen die geltende FA-Wett-Richtlinie muss sich Paul Scholes, ehemaliger Star bei Manchester United, derzeit im Rahmen eines Prozesses verantworten. 

In den letzten vier Jahren soll Paul Scholes nach Angaben des Gerichts in insgesamt 140 Fußballwetten verwickelt gewesen sein. Aufgrund dieser zahlreichen Wetten muss er sich nun vor Gericht verantworten. Für Scholes ist die Teilnahme an Wetten zu FA-Spielen streng untersagt, da er Mitbesitzer einer Mannschaft in der fünften Liga ist. 

Aufgrund der Umstände hat sich die englische FA für eine Anzeige von Scholes entschieden und bringt den ehemaligen Star von Manchester United vor Gericht. Allein in den letzten vier Jahren soll er demnach 140 Mal in Fußballwetten verwickelt gewesen sein. Problematisch ist seine Wettbeteiligung aber nicht aufgrund seines Engagements als Oldham Athletic Trainer, sondern aufgrund seiner Position als Eigentümer von Salford City. Die Mannschaft spielt derzeit in der fünften Liga. Scholes ist gemeinsam mit Ryan Giggy, Nicky Butt sowie Gary und Phil Neville Eigentümer des Clubs. Alle waren in ihrer Sportkarriere bei Manchester United aktiv. 

2014 haben die United-Legenden den Club übernommen und ihn gemeinsam zu beachtlichen Erfolgen geführt. So konnte Salford City in vier Jahren insgesamt dreimal aufsteigen. David Beckham ergänzt die Eigentümer-Runde seit Januar dieses Jahres. Auch aktuell sieht es für Salford City gut aus. Um auch in dieser Saison einen weiteren Aufstieg abzuwickeln, braucht die Mannschaft aktuell nur noch zwei Punkte. Momentan muss sich die Mannschaft noch in drei Spielen behaupten. 

Scholes zog in der Vergangenheit mehrfach die Aufmerksamkeit auf sich. So gab er seinen Trainerposten bei dem Team Oldham Athletic schon nach einem Monat wieder auf. Der mittlerweile 44 Jahre alte Trainer entschied sich selbst für den Rücktritt von dem Posten. Scholes erklärte seinen Rücktritt damit, dass ihm in dem Trainerposten nicht die Freiheit eingeräumt wurde, die er für seine Arbeit wolle. Dabei soll ihm das vor der Übernahme des Trainerpostens versprochen worden sein. Als Trainer begleitete Scholes Oldham Athletic in gerade einmal sieben Spielen, von denen das Team darüber hinaus nur eines für sich behaupten konnte. 

Derzeit ist noch offen, wie das Verfahren von Scholes enden wird. Der englische Fußballverband FA untersagt es sowohl Spielern als auch anderen Akteuren, die an Mannschaften beteiligt sind, sich an Wetten zu beteiligen, die auf Spiele ausgerichtet sind, an denen eine eigene Beteiligung vorliegt. Damit sollen möglichen Manipulationen umgangen werden. 

Scholes selbst musste sich bis Ende April gegenüber Verband und Gericht zu den Vorwürfen äußern. Wie sein Statement im Detail aussieht, ist bislang unklar. Anschließend solle das Strafmaß gegen den ehemaligen Star von Manchester United festgelegt werden. Scholes ist nicht der erste ehemalige Profi, der sich mit solchen Vorwürfen konfrontiert sieht. Auch Joey Barton und Martin Demichelis wurden aufgrund ähnlicher Verstöße bereits verurteilt. Sie mussten aufgrund unerlaubter Wettbeteiligungen sowohl Sperren als auch Geldstrafen hinnehmen. In seiner aktiven Fußballkarriere lief Scholes 66 Mal als Nationalspieler der englischen Mannschaft auf und machte sich unter anderem als Star von Manchester United bei vielen englischen Fans einen Namen. 

Mehr zum Thema