VfB Speldorf

Das sagt der Trainer zum fast aussichtslosen Abstiegskampf

RevierSport
08. April 2019, 15:11 Uhr

Foto: Udo Gottschalk

Die Situation im Abstiegskampf der Oberliga Niederrhein spitzt sich für den VfB Speldorf immer weiter zu. Nach der 1:2-Niederlage gegen den VfB Hilden wartet die Mannschaft von Cheftrainer Ryoji Ishikawa bereits seit sieben Spielen in Folge auf den ersten Pflichtspiel-Dreier im Fußballjahr 2019.

Das letzte Mal, dass die Mülheimer über die volle Punkteausbeute jubeln konnten, war am 19.Spieltag beim 2:1-Auswärtssieg gegen den SC Düsseldorf-West. Durch die lange Durststrecke befindet sich der VfB mittlerweile auf dem 17. Tabellenplatz und der Rückstand auf das rettende Ufer ist auf acht Punkte angewachsen.

Direkt nach Abpfiff des Abstiegskrimis gegen den VfB Hilden versammelte Ishikawa seine Spieler um sich und fand deutliche Worte. Dabei verglich er seine Tätigkeit als Trainer mit der einer Führungsetage in einem Unternehmen: "Ich habe der Mannschaft gesagt, dass ich wie die Geschäftsführung in einem Unternehmen bin. Und wenn, wie in unserem Fall, die Ergebnisse nicht stimmen, ist das ein Zeichen, dass den Mitarbeitern etwas fehlt. Genauso spiegelt sich das auch im Fußball wider." Der VfB-Trainer ist sich sicher, was genau seinen Spielern, auch außerhalb des Platzes, fehlt: "Disziplin und Ordnung. Ich muss immer wieder jeden daran erinnern die Zeiten einzuhalten, pünktlich zu sein und auch die Kabine sauber zu halten. Das hat mit Leistungsfußball nichts zu tun."


Bevor am nächsten Wochenende mit TuRU Düsseldorf die nächste schwere Herausforderung auf die Mannschaft von der Saarner Straße zukommt, hat Ishikawa bereits am kommenden Dienstag (9. April, 19:45) ein Freundschaftsspiel gegen den Bezirksligisten SG Unterrath angesetzt. "Ich möchte in erster Linie, dass sich die Auswechselspieler zeigen und Spielpraxis sammeln. Und das auch über eine gewisse Länge und nicht nur in den letzten 20 Minuten eines Spiels", betont der 41-jährige Trainer.

Am kommenden Spieltag erwartet Ishikawa mit TuRU einen spielstarken Gegner: "Ich habe mir in der letzten Saison viele Spiele von TuRU angesehen. Aber mittlerweile ist das eine komplett andere Mannschaft. Es wird nur über den Kampf gehen. Wie sonst soll man im Abstiegskampf bestehen, wenn man auf dem Spielfeld nicht kämpfen kann?"

Trotz der langen Durststrecke und der schwierigen Ausgangslage glaubt der VfB-Trainer weiterhin an den Klassenerhalt seiner Elf: "Es gibt nichts anderes als Vollgas zu geben. Vorher schon locker zu lassen und kampflos nach Hause zu fahren, dass ist nicht meine Disziplin. Bis zum letzten Spieltag werden wir 100 Prozent geben."

Autor: Daniel Ferlings

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