Bayern-Zoff

Boateng will sich nicht verjagen lassen

31. Mai 2019, 10:14 Uhr

Foto: Firo

Der FC Bayern hat Jerome Boateng einen Wechsel nahegelegt. Aber: "Ich werde hier bestimmt nicht wegrennen", stellt der Weltmeister klar.

Er scheint nicht mehr erwünscht, aber dennoch kann sich Ex-Weltmeister Jerome Boateng trotz einer persönlich verkorksten Saison eine Zukunft beim Fußball-Rekordmeister Bayern München vorstellen. "Ich werde hier bestimmt nicht wegrennen. Situationen verändern sich schnell", sagte Boateng dem "Kicker". Zuletzt hatte Präsident Uli Hoeneß dem Innenverteidiger, der noch einen Vertrag bis 2021 besitzt, einen Wechsel nahegelegt.


"Er ist kein Spieler für die Bank. Er ist kein Spieler, der das verträgt, das hat man jetzt die letzten Wochen gesehen. Und dann ist es besser für ihn zu gehen", sagte Hoeneß am Montag bei Sport1. Eine klare Ansage. Der Double-Gewinner aus München hat für Boatengs Positionen in der Abwehr die beiden französischen Weltmeister Lucas Hernandez und Benjamin Pavard verpflichtet. Außerdem stehen der Ex-Dortmunder Mats Hummels und Niklas Süle als Innenverteidiger im Kader.

Jahrelang hatte Boateng in der Bayern-Defensive als unangreifbar gegolten, ehe Trainer Niko Kovac ihn ab der Hinrunde der vergangenen Saison immer wieder auf die Bank setzte. Boateng akzeptierte die Entscheidung, in der Rückserie habe er sich jedoch "auf den Kopf stellen und gut spielen" können, "ich war trotzdem raus in gewissen Spielen". Weder am letzten Bundesligaspieltag gegen Eintracht Frankfurt (5:1) noch im Pokalfinale gegen RB Leipzig (3:0) spielte er.

Bayern-Weltmeister Boateng wollte zu PSG wechseln

Die Startschwierigkeiten in die Saison erklärt sich Boateng mit dem geplatzten Wechsel zu Paris St. Germain. "Ich war mit dem Kopf schon weg. Wenn du eine so sichere Zusage bekommst und eine adäquate Summe bezahlt wird, es plötzlich aber Nein heißt, bricht etwas in dir zusammen", sagte er. (dpa, RS)

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31.05.2019 - 11:07 - Julius.Oppermann

Boateng ist (Zitat des Reporters Simon vom staatlichen Zwangssender WDR) "der beste Abwehrspieler der Welt". Und (wieder Simon-Zitat in einem Live-Kommentar bei einem Länderspiel): "Multikulti hält diese Gesellschaft zusammen". Man fragt sich: Gilt das denn nicht mehr, dass man Boateng jetzt so hässlich mitspielt?

31.05.2019 - 10:53 - Andrade

Bravo Jerome, du hast noch 2 Jahre Vertrag, einen sehr Guten, lass dich von Hoeness nicht ins Bockshorn jagen. Verträge gelten auch für Herrn Hoeness, auch wenn er sich gerne sein eigenes Recht zurecht legt.