Ein seit Monaten laufendes Ermittlungsverfahren gegen S04-Geschäftsführer Peter Peters ist inzwischen eingestellt worden. Das Schalker Vorstandsmitglied war im Zuge von Untersuchungen gegen den ehemaligen Oberverwaltungsrat Werner Heinrich Hein (50) ins Visier der Staatsanwaltschaft Essen geraten.

SCHALKE - „Fall Hein“: Verfahren gegen Peters eingestellt

28. Januar 2006, 21:04 Uhr

Ein seit Monaten laufendes Ermittlungsverfahren gegen S04-Geschäftsführer Peter Peters ist inzwischen eingestellt worden. Das Schalker Vorstandsmitglied war im Zuge von Untersuchungen gegen den ehemaligen Oberverwaltungsrat Werner Heinrich Hein (50) ins Visier der Staatsanwaltschaft Essen geraten.

Ein seit Monaten laufendes Ermittlungsverfahren gegen S04-Geschäftsführer Peter Peters ist inzwischen eingestellt worden. Das Schalker Vorstandsmitglied war im Zuge von Untersuchungen gegen den ehemaligen Oberverwaltungsrat Werner Heinrich Hein (50) ins Visier der Staatsanwaltschaft Essen geraten.

Hein war Sportbeauftragter der Stadt Gelsenkirchen und nach Darstellung von Angelika Matthiesen, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, für den Verein und auch dienstlich mit der Erarbeitung eines Sicherheitskonzeptes für die Arena befasst. Er hatte von 2002 bis 2004 dafür insgesamt 72.000 Euro erhalten, in 36 Monatsraten von je 2.000 Euro. Hein erhielt bereits per Strafbefehl wegen Vorteilsannahme und Steuerhinterziehung (Schaden 26 318 Euro) zehn Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung und muss zudem die Kosten des offiziell noch nicht beendeten Strafverfahrens tragen.

Peters dagegen hat durch Zahlung einer Geldbuße von 15.000 Euro die Einstellung der Ermittlungen gegen ihn erwirkt. „Ja, das stimmt. Ich bin froh, dass das Verfahren nun eingestellt worden ist und habe nur deshalb gezahlt, um größeren Schaden für den FC Schalke 04 zu verhindern. Das ist keine Anerkennung einer Schuld“, beteuerte der Leiter der WM-OK-Außenstelle Gelsenkirchen.

Gegen Volker Fürderer, Geschäftsführer der Schalke-Tochter Ticket- und Secure GmbH, ermittelte der Essener Oberstaatsanwalt Hans-Joachim Koch ebenfalls wegen Vorteilsgewährung. Auch dieses Verfahren wurde gegen eine Geldbuße (1.500 Euro) vorläufig eingestellt. Noch offen ist indes der Ausgang von vier Verfahren wegen Steuerdelikten gegen Verantwortliche der Firma Bremen Wachdienst, die in der Veltins-Arena den Sicherheitsdienst stellt.

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