Landesliga 1: Tgd Essen-West kommt zu ungefährdetem Heimsieg gegen Aufsteiger Schonnebeck

"Wir haben hier Geschenke verteilt"

Aaron Knopp
11. Dezember 2006, 00:01 Uhr

Die Tgd Essen-West hat nach der Heim-Niederlage gegen TuS Neviges Wiedergutmachung betrieben. Mit 3:0 fertigte die Elf von Trainer Thomas Gleis Spvg Schonnebeck ab. Dementsprechend zufriedene Mienen waren dann auch auf Seiten der „Wester“ auszumachen. Bei den Gästen herrschte nach einer bemerkenswert schwachen Leistung dicke Luft. Für Gesprächsstoff sorgte zudem eine Undiszipliniertheit, durch die sich die Gäste selbst dezimierten.[i]Ein Ortstermin.[/i]

„Wir haben hier Geschenke verteilt“, schimpfte Schonnebeck-Coach Uwe Poßberg nach der Partie. Besonders der erste Gegentreffer lag dem Linienchef sichtlich schwer im Magen: „Wenn wir selbst eine Ecke haben und danach durch einen Konter in Rückstand geraten, dann stimmt etwas bei der Zuordnung nicht“, schüttelte Poßberg den Kopf.

Volkan Yilmaz leitete besagten Konter der Hausherren ein und krönte seine feine Einzelleisung mit einem Schuss durch die „Hosenträger“ von Spvg-Keeper Sebastian Meikies zum 1:0 (11.). Die Tgd erspielte sich danach ein deutliches Übergewicht, verpasste jedoch vorerst die Möglichkeit durch Dennis Prangenberg, den Vorsprung auszubauen (31.). Besser machte es Tgd-Stürmer Cemal Kelle. Auch die hartnäckigen Versuche zweier Spvg-Verteidiger hinderten den Goalgetter nicht daran, seinen elften Saisontreffer zu markieren (42.).

Aktionen auf der Gegenseite? Fehlanzeige! Nicht eine nennenswerte Offensivaktion gelang den Gästen in der ersten Halbzeit. „Das kann doch nicht wahr sein“, reagierte Linienchef Poßberg folgerichtig auf die Leistung seiner Elf zur Pause.

Nach dem Abpfiff schlug er dann versöhnlichere Töne an. „Tgd war nicht viel besser als wir. Wir sind heute die unglücklichere Mannschaft.“[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_188.jpg Ohne Chance: Aufsteiger Schonnebeck (links) blieb erschreckend blass. Foto: revierkick.de[/imgbox]

Diese Meinung dürfte Poßberg jedoch exklusiv haben. Denn auch nach dem Seitenwechsel war seine Elf zu keiner Zeit eine ernsthafte Konkurrenz für die Gastgeber. Dennis Prangenberg erhöhte auf 3:0 (53.) und der eingewechselte Gökhan Bilen verpasste gleich zweifach die Möglichkeit, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. (77./82.). So blieb es beim auch in dieser Höhe völlig verdienten 3:0-Erfolg der Truppe von der Haedenkampstraße.

Zu allem Überfluss schwächten sich die Gäste zwischenzeitlich noch selbst: Andreas Borutta (Gelb-Rot) und Lars Mühlenbeck (Rot) entluden verbal ihren Frust beim Schiedsrichter-Gespann (73.) und sind mindestens für die nächste Partie zum Zuschauen verdammt.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_189.jpg Es darf gejubelt werden: Die Tgd hatte beim 3:0 nur wenig Mühe. Foto: revierkick.de[/imgbox]

„Insgesamt haben wir heute ein sehr schwaches Spiel abgeliefert“, räumte Poßberg ein. „Die ganze Aggressivität hat mir gefehlt. Zudem hat der Schiedsrichter heute sicherlich etwas unglücklich gepfiffen. Aber das will ich nicht als Ausrede heranführen.“

Arndt Krosch, Sportlicher Leiter der Turngemeinde, strahlte dagegen: „Wir haben heute ein positives Zeichen gesetzt. Was wir in der letzten Begegnung verschlafen haben, haben wir heute wieder gut gemacht. Wir sind alle sehr zufrieden mit der Leistung.“

Autor: Aaron Knopp

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