Christian Pander hatte am Samstag schwer zu tun. Zwei Tage, bevor er mit der Schalker Profi-Mannschaft in die Vorbereitung zur Saison 2004/05 startet, erledigte der 20-Jährige seinen Umzug.

SCHALKE 04 - Panders Umzug ins Profi-Team

hb
29. Juni 2004, 10:47 Uhr

Christian Pander hatte am Samstag schwer zu tun. Zwei Tage, bevor er mit der Schalker Profi-Mannschaft in die Vorbereitung zur Saison 2004/05 startet, erledigte der 20-Jährige seinen Umzug.

Christian Pander hatte am Samstag schwer zu tun. Zwei Tage, bevor er mit der Schalker Profi-Mannschaft in die Vorbereitung zur Saison 2004/05 startet, erledigte der 20-Jährige seinen Umzug.

Aus der Bequemlichkeit des elterlichen Hauses in Münster, wo er ein Apartment sein eigen nannte, wechselt Pander in eine Bleibe in Gelsenkirchen-Buer. Ein symbolischer Neuanfang für den deutschen U 20-Nationalspieler, der auch Freundin Sarah in der Studenten-Stadt zurück lässt, um sich noch mehr auf den Fußball konzentrieren zu können. „Das wird eine Wochenend-Beziehung“, weiß der Freistoß-Spezialist.

Zusammen mit Christian Petereit sowie den aus den A-Junioren entwachsenen Tim Hoogland, Simon Talarek und Kai Hesse bildet Pander ein Nachwuchs-Quintett, das – zumindest formal – den Aufstieg zu Super-Stars wie Ailton geschafft hat. Erst mit den fünf Youngstern kommt Schalke auf 14 Deutsche im zurzeit 30-köpfigen Bundesliga-Kader, aus dem der Holländer Marco van Hoogdalem sicher und die beiden Südamerikaner Dario Rodriguez sowie Anibal Matéllan eventuell noch gestrichen werden.

Für Pander, der einen Profi-Vertrag bis zum 30. Juni 2007, beginnt am Montag eine neue Zeitrechnung. „Ich habe nicht die Oberliga im Blick“, will der Linksfuß dem Abstieg der Amateur-Abteilung persönlich nicht folgen. „Ich trainiere erst einmal oben mit, dann muss man sehen, wie es weiter geht“, bleibt Pander bescheiden. Denn sollte es mit dem Sprung ins Schalker Bundesliga-Aufgebot nicht klappen, „muss man eventuell über ein Ausleih-Geschäft nachdenken.“ Viel lieber aber würde er den Weg von Thomas Kläsener oder Michael Delura beschreiten: „Die beiden haben es gepackt, Kläse im Grunde erst im dritten Anlauf, Michael dagegen sofort.“

Mag der UI-Cup dem frisch gebackenen Deutschen Meister und Pokalsieger Ailton nicht würdig sein, Pander sieht die internationale Trostrunde als Chance. „In der vergangenen Saison war ich schon einmal in Kroatien dabei“, nahm das Talent die Erfahrung eines 90-minütigen Einsatzes beim 0:0 in Velika gerne mit.

Ob er allerdings dauerhaft einem Levan Kobiashvili, der bei der Heynckes-Truppe die linke Abwehr-Position besetzt, den Posten streitig machen kann? „Das ist einer der besten Fußballer im Schalker Kader. Er fällt zwar nicht so auf, macht keine spektakulären Dinge, macht aber fast alles richtig“, schwärmt Pander vom georgischen Nationalspieler. „Ich bin aber nicht auf die Rolle fest gelegt und kann auch offensiver spielen“, könnte Pander auch Jörg Böhme Konkurrenz machen.

Autor: hb

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