Als Lincoln Cassio Souza Soares am Mittwoch um 14 Uhr das Trainingsgelände des Schalke betrat, verdunkelte sich der Himmel, öffnete seine Schleusen und ließ einen heftigen Platzregen auf dem Kopf des Brasilianers nieder. Es soll kein schlechtes Omen für den Neuzugang sein, denn eigentlich soll für den 25-jährigen Mittelfeld-Spieler in Gelsenkirchen wieder die Sonne scheinen.

SCHALKE 04 - Ailtons Assistent

hb
26. Juni 2004, 13:33 Uhr

Als Lincoln Cassio Souza Soares am Mittwoch um 14 Uhr das Trainingsgelände des Schalke betrat, verdunkelte sich der Himmel, öffnete seine Schleusen und ließ einen heftigen Platzregen auf dem Kopf des Brasilianers nieder. Es soll kein schlechtes Omen für den Neuzugang sein, denn eigentlich soll für den 25-jährigen Mittelfeld-Spieler in Gelsenkirchen wieder die Sonne scheinen.

Als Lincoln Cassio Souza Soares am Mittwoch um 14 Uhr das Trainingsgelände des Schalke betrat, verdunkelte sich der Himmel, öffnete seine Schleusen und ließ einen heftigen Platzregen auf dem Kopf des Brasilianers nieder. Es soll kein schlechtes Omen für den Neuzugang sein, denn eigentlich soll für den 25-jährigen Mittelfeld-Spieler in Gelsenkirchen wieder die Sonne scheinen. „Ich freue mich auf Schalke, das ist ein Superverein. Für mich ist es wichtig, in solch einem Klub wieder meine Qualitäten zeigen zu können“, betonte die neue Nummer zehn eine Stunde zuvor bei seiner ersten Kontakt-Aufnahme mit der örtlichen Presse.

Nachdem er wegen einer hartnäckigen Muskel-Verletzung in der abgelaufenen Serie nur auf sechs Bundesliga-Einsätze für den 1.FC Kaiserslautern kam und bei den Pfälzern sogar vorübergehend vom Spielbetrieb suspendiert war, bedeutet für den Mittelfeld-Mann der Wechsel zu den Königsblauen ein Neuanfang. „Ich möchte mich beim Verein und den Verantwortlichen bedanken, dass sie mir diese Chance geben. Nun werde ich alles dafür tun, um auf dem Platz die richtige Antwort zu geben“, versprach Lincoln (Vertrag bis 2007) etwas demütig.

Bis zum Beginn der Vorbereitung am kommenden Montag (17 Uhr, Parkstadion) wird der 25-Jährige mit Konditions-Trainer Uwe Speidel ein individuelles Programm absolvieren, um dann voll ins Mannschafts-Training einzusteigen. „Seit meiner Rückkehr nach Brasilien habe ich hart in der Reha gearbeitet. Jetzt fühle ich mich richtig fit“, sprüht Lincoln voller Tatendrang.

Ein vier Zentimeter tiefer Einriss in der Muskulatur hatte den 53-maligen Bundesliga-Kicker zu Beginn des Jahres körperlich zurück geworfen, nach einem Monat Schinderei und ersten Gehversuchen brach die Verletzung erneut auf. Lincoln reiste in die Heimat und ließ sich vom Arzt seines Vertrauens, Brasiliens National-Mannschafts-Doc Dr. Neilor Lasmar behandeln. Neben den täglichen Einheiten auf Schalke wird Lincoln das Reha-Center „Come Back“ aufsuchen, um seine Muskeln weiter zu stärken.

Bleibt der Mann vom Zuckerhut frei von Verletzungen, kann er auf Schalke Ailtons perfekter Assistent werden. „Ich hoffe, dass ich ihn mit Vorlagen bedienen kann. In Kaiserslautern hat das mit Miroslav Klose und Vratislav Lokvenc auch gut geklappt“, meint Lincoln, der sich in seiner neuen Umgebung schnell einleben will. Noch lebt er im Hotel, möglichst bald aber sollen Freundin Leed und Mutter Regina in den Ruhrpott folgen. Auch mit dem Deutschen hapert es noch ein wenig, muss Manager Efraim Link bei der Kommunikation mit den Medien helfen. „Wenn die Vorbereitung vorbei ist, schicke ich ihn zum Deutsch-Kurs kündigte Team-Manager Andreas Müller an.

Falls dies Lincolns einziges Problem bleibt, können er und die Verantwortlichen auf Schalker sicher sehr gut damit leben.

Nachgefragt
Rudi Assauer, was erwarten Sie von Lincoln?
Eine Menge. Er ist der Spieler, den wir gesucht haben. Die Position hinter den Spitzen haben wir in den letzten zwei Jahren nicht besetzt. Wenn er gesund bleibt, haben wir einen erstklassigen Mann verpflichtet.

Wie kamen Sie genau auf ihn?
Ich will nicht verhehlen, dass Jupp Heynckes sehr häufig darüber gesprochen hat, ob wir Lincoln verpflichten können. Dann haben wir mit Kaiserslautern einen guten Tausch gemacht: Ihr nehmt Seitz, wir kriegen Lincoln. Und dass, ohne großes Geld drauf zahlen zu müssen. Wir sind froh, dass wir ihn bekommen haben, auch wenn er zuletzt nicht viele Spiele absolviert hat. Wir wissen aber, was er kann.

Autor: hb

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