DORTMUND - Fußball läuft anders

raka
23. April 2004, 09:28 Uhr

Es war zwar nur ein Symbol, doch das traf Mittwoch voll ins Schwarze. Beim Training der BVB-Kicker zeigte sich die Sonne von der besten Seite und ließ ihre Strahlen intensiv auf den Rasen am Rabenloh scheinen.

Es war zwar nur ein Symbol, doch das traf Mittwoch voll ins Schwarze. Beim Training der BVB-Kicker zeigte sich die Sonne von der besten Seite und ließ ihre Strahlen intensiv auf den Rasen am Rabenloh scheinen. Die Wärme wurde von den Beteiligten mit Zufriedenheit zur Kenntnis genommen, ebenso wie die momentane Entwicklung des Ballspielverein Borussia. Die eigentlich zu erwartenden Lizenzprobleme haben sich im Wohlgefallen aufgelöst und die Mannschaft nähert sich insbesondere nach dem grandiosen 2:0-Erfolg über die Bayern immer mehr dem Minimalziel UEFA-Cup. Nur noch ein Törchen trennen die Schwarz-Gelben von Platz fünf, der die Teilnahme am internationalen Geschäft bedeutet.

Doch in zwei Tagen geht es an den Rhein, genauer gesagt nach Leverkusen, wo die Westfalen seit 13 Jahren keinen Sieg mehr einfahren konnten. "Ein Dreier bei Bayer, das kann ich mir gar nicht vorstellen", flachst Stefan Reuter, der immerhin schon seit 1992 beim BVB unter Vertrag steht, "aber sagt das bitte nicht dem Trainer." Der kennt diese schwarze Serie zwar ebenso, doch die interessiert ihn nicht die Bohne: "Die spielt doch überhaupt keine Rolle und wenn dann höchstens in der Weise, dass wir sie endlich beenden müssen." Trotz sechs Begegnungen hintereinander ohne Niederlage des eigenen Teams sieht Matthias Sammer allerdings die Gastgeber in der Favoritenrolle: "Die Voraussetzungen sprechen eindeutig für Leverkusen. Sie können personell aus dem Vollen schöpfen, wir dagegen haben wieder einmal unsere Probleme." Doch die sind zu überwinden, darum ergänzt der Rotschopf entschlossen: "Dass es im Fußball trotzdem anders laufen kann, haben wir am vergangenen Samstag bewiesen."

Bis zum kommenden Wochenende kann zudem die medizinische Abteilung dazu beitragen, dass sich die Sorgenfalten beim Coach weiter glätten: "Es ist klar, dass die Entscheidungen erst spät fallen werden, doch ich gehe davon aus, dass alle zurückkommen." Einer steht auf jeden Fall zur Verfügung: "Wenn er keinen Rückschlag erleidet, ist Flavio Conceicao einsatzbereit." Gebangt wird um Torsten Frings ("es sieht gut aus, ich habe die Hoffnung, in Leverkusen spielen zu können") und Evanilson, die beide die Nachwirkungen eines Muskelfaserisses überwinden müssen, sowie Guy Demel, der sich mit einer Muskelverhärtung herumplagt. Sicher dabei ist auf jeden Fall Stefan Reuter, der seine Sperre abgesessen hat, dafür fehlt Leonardo Dede nach seiner fünften gelben Karte.

"Die sind gut drauf, wir aber auch", erwartet Christian Wörns auf jeden Fall ein offenes und vielleicht auch hochklassiges Match in der BayArena, schließlich kann im Falle eines Dortmunder Erfolges aus dem bisherigen Zweikampf zwischen dem VfL Bochum und dem BVB ein Dreikampf werden, da es das Restprogramm der Rheinländer noch in sich hat.

Autor: raka

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